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19.07.2018, 16:59 Uhr KOMMENTAR

Kita-Neubau in Haren: Streit zwischen Anwohner und Stadt ist lösbar

Kommentar von Malte Goltsche

Die Kita St. Ansgar ist zum Streitthema zwischen Anwohner Heinrich Lüßing und der Stadt Haren geworden. Foto: Malte GoltscheDie Kita St. Ansgar ist zum Streitthema zwischen Anwohner Heinrich Lüßing und der Stadt Haren geworden. Foto: Malte Goltsche

Haren. Heinrich Lüßing möchte in Ruhe seine Rente genießen. Nun soll direkt an seinem Garten die Kita St. Ansgar neu gebaut werden. Das wird die Gemütlichkeit auf seiner Terrasse stören. Dabei ist das Problem doch lösbar.

Wer will das? Heinrich Lüßing stellt die richtige Frage. Wer will sieben Kindergartengruppen, die es in Zukunft im St. Ansgar Kindergarten werden sollen, jeden Tag von seiner Terrasse aus hören? Seine Befürchtungen sind nicht grundlos. Doch auch Bürgermeister Honnigfort hat Recht, wenn er sagt, dass Kinder nach draußen gehören und der Bedarf an Kita-Plätzen steigt.

Bedürfnisse beachten

Der Standort müsste nicht zur Debatte stehen. Wohnsiedlungen sind vielerorts gängige Umfelder für Kindergärten. Dennoch müssen die Bedürfnisse der Anwohner beachtet werden. Ein ruhiger Tag auf der Terrasse wäre für Heinrich Lüßing nicht mehr möglich. Deshalb sollte die Stadt den Wünschen nachkommen. Eine Lärmschutzmauer und ein System, das den Verkehr in der Siedlung deutlich entzerrt, würden reichen, damit alle zufrieden sind. Das wäre doch kein unmögliches Unterfangen.


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