Kinder lernen Landwirtschaft kennen Gute Laune im Wierescher Kuhstall

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Haren. Viel los ist derzeit auf dem Hof Engelken in Wesuwe-Wieresch: Durchschnittlich 100 bis 150 Kinder pro Tag lernen zwischen Kühen, Hühnern und Traktoren allerhand Wissenswertes über die Landwirtschaft von heute. Mittendrin sind dabei mehr als 50 Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen Meppen.

Wie viel Futter braucht eine Kuh am Tag? Wie viel PS hat der große grüne Trecker und wie sieht eigentlich eine Weizenähre aus? Diese und viele weitere Fragen sollen die Kinder im Rahmen eines Wissensparcours beantworten und, der Eindruck drängt sich Beobachtern auf: sie forschen gerne nach Lösungen, haben Spaß am Stöbern und an den Tieren.

An diesem Mittwoch sind Kinder der Kita Dohren sowie der Grundschulen Hemsen und Tinnen mit ihren Lehrern auf den Hof Engelken gekommen. Nach einer musikalischen Aufwärmphase mit dem Kinderliedermacher Christian Hüser sowie einem gesunden Frühstück von den Landfrauen und dem Förderverein der Grundschule Wesuwe sind sie startklar für ein kleines Abenteuer auf dem Bauernhof.

Unter dem Motto „ Wie ist Landwirtschaft heute?“ haben das Freiwilligenzentrum Meppen des Paritätischen Emsland und der Hof Engelken mit vielen Unterstützern fünf inklusive Tage auf dem Bauernhof organisiert. „Inklusiv“ steht dabei für die Integration von Menschen mit Behinderung.

Die Kinder erleben also einen Vormittag auf einem modernen Bauernhof – begleitet vom Kooperationspartner BBS Meppen. Die 16 bis 20 Jahre alten Schülerinen und Schüler der Berufsbildenden Schulen mit den Fachbereichen Sozialpädagogik, Sozialpädagogische Assistenz und Agrar haben mit Studienrätin Anita Jacobi und in Absprache mit dem Freiwilligenzentrum die einzelnen Stationen erarbeitet, vorbereitet und umgesetzt. Außerdem begleiten die Schüler die Kindern in Kleingruppen bei ihrer Fragerunde.

Viele Unterstützer

„Wir haben mit dem Freiwilligenzentrum eine Kooperationsvereinbarung geschlossen“, berichtete Anita Jacobi. So sei die Zusammenarbeit bei diesem Projekt zustande gekommen und man beteilige sich gerne. Denn die Schüler erlernten hier soziale Kompetenz im Umgang mit den Kindern, mussten sich im Vorfeld damit beschäftigen, wie viel Wissen kleine Kinder schon aufnehmen können und wie man es ihnen präsentiert und vor allem: „Alle arbeiten eigenverantwortlich nach dem Motto fördern und fordern“, wie Jacobi betont.

Die vielen positiven Reaktionen der Kinder seien ein schönes Lob auch für die Schüler, die zum Teil von sieben Uhr morgens bis nach Mittag in Wesuwe beschäftigt seien.

Auch Christian Hüser zieht eine positive Zwischenbilanz des umfangreichen Projektes. „Die Kinder stellen viele Fragen zur Landwirtschaft, wollen wissen, ob die Rinder und die Hühner genug Platz haben und sind oft ganz einfach nur beeindruckt, zum Beispiel von der Menge der Eier, die täglich produziert werden.

Zur Inklusionswoche gehört auch eine Podiumsdiskussion am Donnerstagabend und am Freitag sind ab 14 Uhr alle Interessierten mit ihren Kindern zu einem großen Hoffest eingeladen, an dem auch die Kika-Moderatorin Singa teilnehmen wird. Dann sind auch alle Stationen zu besichtigen, gegen schlechtes Wetter helfen Zelte.

Gefördert werden die verschiedenen Aktionen unter anderem durch die Aktion Mensch, die Lions Meppen, die Emsländische Bürgerstiftung, Edeka Conen, die Rothkötter-Gruppe, Krone, Raiffeisen Ems Vechte, Lanfer Energie oder die AOK. Bildungspartner ist die Ländliche Erwachsenenbildung LEB.


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