Zuschüsse zugesagt Untergeschoss der Harener Mersmühle wird saniert

Von Tobias Böckermann

Das Untergeschoss der Mersmühle in Haren wird voraussichtlich 2019 renoviert. Foto: EngelkenDas Untergeschoss der Mersmühle in Haren wird voraussichtlich 2019 renoviert. Foto: Engelken

Haren. Die Mersmühle in Haren soll im kommenden Jahr im Untergeschoss renoviert werden. Der Heimatverein hat dafür Zuschüsse mehrerer Geldgeber eingeworben, darunter auch von der Stadt Haren.

Der Ausschuss für Bildung und Soziales hat eine Zahlung von maximal 15000 Euro beschlossen und damit den Vorschlag der Verwaltung überstimmt, nach dem nur ein Zuschuss von 10000 Euro vorgesehen war.

Die Stadt Haren ist Besitzerin der Mersmühle, bewirtschaftet wird sie aber vom Heimatverein Haren, der in der Mühle und ihrem Umfeld ein umfangreiches Kulturprogramm anbietet. Das Untergeschoss der 1825 errichteten Mühle wurde lange Zeit als Café genutzt, ist aber in die Jahre gekommen. Die Inneneinrichtung ist zum Teil abgängig.

Aufgrund der zahlreichen Veranstaltungen auf dem Gelände plant der Heimatverein, das Untergeschoss in einen zentralen Eingangsbereich umzuwandeln und dort den Kassenbereich einzurichten. Außerdem soll in diesem Zusammenhang auch die alte Toilettenanlage saniert und ein WC für Menschen mit Handicap eingebaut werden.

Der Rat der Stadt Haren hatte 2012 beschlossen, Heimatvereinen keine Zuschüsse mehr für den Ausbau von Heimathöfen zu geben. Dieser Fall aber liege anders, sagte Erster Stadtrat Dieter Sturm. Denn das Café erfahre eine sinnvolle Sanierung und Aufwertung, was einen Zuschuss der Stadt Haren rechtfertige.

Dem stimmten alle Ausschussmitglieder zu, allerdings bemängelte Carina Seelhorst (CDU) die geplante Höhe des Zuschusses. Denn die Baumaßnahme kostet rund 67000 Euro, von denen das Land Niedersachsen 30000 Euro zugesagt hat. Der Landkreis Emsland gibt 15000 Euro, der Heimatverein 10000, und rund 1900 Euro sollen aus Spenden eingeworben werden.

CDU erhöht

Mit 10000 Euro hätte die Stadt Haren „weniger Geld gegeben als der Landkreis und genauso viel wie der Heimatverein“, bemängelte Seelhorst. Deshalb schlage man vor, den Zuschuss auf maximal 15000 Euro zu erhöhen und so den Eigenanteil des Vereins zu senken. „Das wäre auch ein Zeichen der Anerkennung für die Arbeit des Vereins.“

Dem stimmte auch Heinrich Schepers für die SPD sehr gerne zu. So werde auch der Makel beseitigt, dass bislang kein WC für Menschen mit Behinderung vorhanden sei.

Der Umbau der Mühle ist für 2019 vorgesehen, der Beschluss im Ausschuss erfolgte aber jetzt, damit der Verein Planungssicherheit gewinnt.