Unterricht ab 5. Klasse Haren stellt Antrag auf Fortführung der Förderschule Lernen

Im roten Ständerbau des Schulzentrums ist die Christophorusschule in Haren untergebracht. Sie soll bis 2028 fortgeführt werden. Foto: Stadt HarenIm roten Ständerbau des Schulzentrums ist die Christophorusschule in Haren untergebracht. Sie soll bis 2028 fortgeführt werden. Foto: Stadt Haren

Haren. Die Förderschule Lernen in Haren soll wieder Kinder in der 5. Klasse unterrichten.

Einen entsprechenden Antrag hat die Stadt für die Christophorusschule nun fristgerecht bei der Landesschulbehörde eingereicht, die zeitnah über eine Fortführung bis zum Schuljahr 2027/2028 entscheiden will. Die dafür erforderlichen 13 Schülerinnen und Schüler für den neuen Jahrgang 5 konnten prognostiziert werden.

Reform eröffnet Möglichkeit

Im Rahmen der Inklusion hatte das Land Niedersachsen ursprünglich geplant, die Förderschulen Lernen aufzulösen. Dieser Prozess war im vergangenen Jahr eingeleitet worden, in dem es nach den Klassen 1 bis 4 auch keine Neuaufnahmen mehr in Klasse 5 gab. Dann erfolgte die Reform des Schulgesetzes und daraus die Möglichkeit der Schulträger, kurzfristig bis zum 30. April eine Fortführung der Förderschule zu beantragen.

Der Stadtrat hatte bereits im Dezember eine Resolution verabschiedet, nach der den lernschwachen Schülern weiterhin eine besondere Förderung eröffnet werden sollte. Mit mindestens 13 potenziellen Fünftklässlern, so die gesetzliche Vorgabe, kann auch die Förderschule fortgesetzt werden. Bürgermeister Markus Honnigfort erläutert: „Die Verwaltung führte nach den Osterferien unter entsprechendem Zeitdruck Gespräche mit den städtischen Schulen, um in Abstimmung mit dem Landkreis und den anderen Schulträgern von Förderschulen ein Konzept zu entwickeln.“ Schließlich stimmte der Verwaltungsausschuss einstimmig zu. Ein ähnliches Votum ist auch in der nächsten Ratssitzung zu erwarten.

Positives Votum erwartet

Die Grundschulen beraten nunmehr die Eltern der Abgangsklassen zum Besuch der weiterführenden Schulen. Das Wahlrecht der Eltern räumt nun auch wieder eine Anmeldung an der Christophorusschule ein, auch wenn die abschließende Entscheidung der Landesschulbehörde noch ausstehe. „Wir gehen von einem positiven Votum aus und erwarten, dass das Land auch ausreichend Lehrer zur Verfügung stellt, damit die Kinder optimal gefördert werden können“, so der Bürgermeister.

Einige Detailfragen blieben weiterhin unbeantwortet, so Honnigfort. Beispielsweise die Aufnahme von Kindern in Klasse 6 der Förderschule, die es faktisch nicht gebe oder die weitere Zusammenarbeit zwischen Förder- und Oberschule bzw. Gymnasium, um die Inklusion in den kommenden zehn Jahren systematisch vorzubereiten. Positiv sei, dass wieder eine Wahlfreiheit be-stehe, bis die Inklusionsvoraussetzungen geschaffen seien.


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