Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Dreierbund zwischen Westerwolde, Haren und Rhede

Vertreter der Gemeente Westerwolde und ihrer fünf deutschen Nachbarkommunen bekräftigten vor Schloss Wedde die Absicht, ihre Zusammenarbeit im Grenzraum zu intensivieren. Foto: Stadt HarenVertreter der Gemeente Westerwolde und ihrer fünf deutschen Nachbarkommunen bekräftigten vor Schloss Wedde die Absicht, ihre Zusammenarbeit im Grenzraum zu intensivieren. Foto: Stadt Haren

Haren. Die Gemeinden Westerwolde, Haren und Rhede planen eine stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Am 1. Januar 2018 war die Zusammenlegung der bisher eigenständigen niederländischen Gemeinden Bellingwedde und Vlagtwedde zur neuen Gemeente Westerwolde erfolgt. Deren kommissarischer Bürgermeister Leendert Klaassen hatte nun die deutschen Nachbargemeinden Haren, Rhede, Lathen, Dörpen und Bunde zu einem grenzübergreifenden Dialog in das Gemeentehuis in Wedde eingeladen. Gesprächsthemen waren die Frage der Fortführung bestehender Städtepartnerschaften sowie die Erarbeitung einer gemeinsamen Grenzagenda zwischen den Kommunen beiderseits der Grenze.

Klaassen teilte mit, dass die Gemeente Westerwolde die langjährigen Städtepartnerschaften von Bellingwedde mit Rhede und von Vlagtwedde mit Haren auch nach der Fusion der beiden Gemeinden weiter fortführen wolle. Die Bürgermeister Gerd Conens (Rhede) und Markus Honnigfort (Haren) sprachen sich ebenfalls für eine Fortführung der Partnerschaft als künftiger Dreierbund aus und freuten sich auf neue gemeinsame Projekte. Formal müssen die neuen Partnerschaften noch durch die Ratsgremien der Kommunen beschlossen werden. Auch eine neue Partnerschaftsvereinbarung wird erarbeitet, die im Herbst unterschriftsreif sein dürfte.

Stärker grenzübergreifend kooperieren wollen neben der Stadt Haren und Rhede auch die Nachbarkommunen Lathen, Dörpen und Bunde mit der Gemeinde Westerwolde. „Wir haben vielfältige Themenfelder wie Sprache, Arbeitsmarkt, Energie, Kultur, aber auch Pflege und Gesundheit, wo wir die Zusammenarbeit im Interesse der Menschen intensiveren sollten“; so Honnigfort zur Sinnhaftigkeit einer Grenzagenda. Ein konkretes Beispiel sei der Abbau der Sprachbarriere. „Niederländisch-Unterricht an den deutschen Grundschulen der Grenzregion könnte das Interesse an der Kultur des Nachbarlandes wecken und das Zusammenwachsen der Regionen fördern“, erläuterte der Verwaltungschef aus Haren. Gemeinsam wolle man nun konkrete Handlungsfelder benennen und Lösungsansätze erarbeiten.