Erinnerungstour in Haren Radrundfahrt soll europäischen Gedanken fördern

Von Heiner Harnack

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Haren. Bereits zum siebten Mal hat die Erinnerungstour an den Giro d’Italia des Jahres 2002, Giro ohne Grenzen, Station am Schloss Dankern gemacht. Vor 16 Jahren hatte eine Etappe des internationalen Radklassikers von Groningen über Haren-Dankern nach Münster geführt.

Rund 50 Freizeitradler hatten sich wieder in Groningen aufgemacht, um per Drahtesel ins Emsland zu fahren. Organisator Wim Mensen erzählte, dass viele Menschen immer wieder darum gebeten hätten, einmal im Jahr eine Erinnerungstour zu machen. „Wir machen das aus Spaß und danken den Sponsoren und dem Schützenverein Rütenbrock für deren Unterstützung“.

Der Höhepunkt sei natürlich der Empfang auf dem Schloss, meinte der ehemalige Sportreporter, der sich heute immer noch über Fußball, Radrennen und Basketball auf dem Laufenden hält. Michael Koop, Präsident des Emsländischen Sportbunds, erklärte, dass es heute sehr wichtig geworden sei, noch mehr grenzübergreifende Projekte ins Leben zu rufen. „Uns verbindet sehr viel mit unseren niederländischen Nachbarn in Twente, Drenthe und Groningen, mit denen wir freundschaftliche und enge Beziehungen haben“, meinte Koop.

Enge Beziehungen

Zur Überraschung aller zog er einen schwarz-rot-goldenen Prospekt aus der Tasche, auf dem Werbung für das „Deutschlandhuis“ in Groningen gemacht wird. Während der Fußball-WM in Russland werde das in Groningen bekannte „Heerenhuis“ der beste Platz sein, um Jogi Löws Truppe anzufeuern, machte sich Koop dafür stark, dass möglichst viele Niederländer und Deutsche sich ab dem 17. Juni in der Stadt treffen, in der rund 200.000 Menschen leben. Los geht es um 17 Uhr mit der Live-Übertragung des Spiels Deutschland gegen Mexiko, übrigens mit deutschem Kommentar. „Wir müssen einfach grenzübergreifend denken und handeln“, brachte Koop es auf den einfachen Nenner.

Aus der Politik war die niederländische Parlamentarierin Antje Diertens, die in der zweiten niederländischen Kammer sitzt, vertreten. „Es ist immer wichtig, eine gute Nachbarschaft zu pflegen“, meinte Diertens, die sich ebenso für den gesundheitlichen Aspekt des Fahrradfahrens einsetzt. Dazu müsse man darauf achten, auch die eigenen Dialekte und Sprachen fortleben zu lassen, da diese auch zur Kultur des jeweiligen Landes gehörten.

Deutsche Sprache

„Wir setzen uns bei D66 (also ihrer Partei) dafür ein, dass die deutsche Sprache wieder in den Unterricht eingefügt wird“, meinte Diertens, die sich auch dadurch bessere Beziehungen zwischen beiden Ländern verspricht. Caroline Freifrau von Landsberg-Velen erklärte, es sei im Grenzbereich sehr wichtig, dass solche Veranstaltungen regelmäßig stattfänden. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese Rundfahrt immer wieder auf Schloss Dankern Station macht“, dankte die Gastgeberin den Radlern bei einem guten niederländischen Matjes und einem Schluck Korn.


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