Simulierter Unfall beeindruckt Freiwillige Feuerwehr Haren lockt tausende Besucher

Von Heiner Harnack


Haren. Die Freiwillige Feuerwehr Haren hatte gerufen und Tausende kamen bei herrlichem Sommerwetter zum Tag der offenen Tür an die Werftstraße, um alles über ihre Aufgaben Retten, Löschen, Bergen und Schützen zu erfahren.

Die schweren, blitzblank geputzten Fahrzeuge der Harener Feuerwehr standen so aufgereiht, dass sie jederzeit auch zu einem Einsatz hätten ausrücken können. Zum Glück, denn kurzfristig musste ein Löschfahrzeug zum kleinen Brand eines Abfallbehälters ausrücken.

Für jeden Einsatz bereit

„Wir verfügen derzeit über acht Fahrzeuge, weil wir eine Schwerpunkt-Feuerwehr sind“, erzählte Ortsbrandmeister Tim Hermes. Dazu kommen ein Boot und zwei Anhänger, die den Fahrzeugpark ergänzen. Laut Hermes könnten die Harener Blauröcke daher für jede Form von Hilfseinsätzen ausrücken. „Wir haben 67 aktive Feuerwehrleute und 17 weitere in der Alten- und Ehrenabteilung“, sagte Hermes. Dazu kämen noch 20 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Im Feuerwehrhaus an der Werftstraße sind zudem eine Gefahrgutgruppe und eine Tauchergruppe untergebracht. Insgesamt verfügt das Emsland über vier Tauchergruppen, je eine in Haren, Meppen, Haselünne und Papenburg.

Längst hat auch die digitale Technik Einzug in die Feuerwehr Haren erhalten. „Dazu haben wir eine Informations- und Kommunikationsgruppe, weil die Technik des Einsatzleitwagens 1 doch sehr aufwendig ist“, erklärte der Ortsbrandmeister.

Unfall simulieren

Die vielen anwesenden Kinder konnten es gar nicht abwarten, bis der offizielle Startschuss, hier durch die große Sirene auf dem Feuerwehrhaus, gegeben wurde und enterten das in der Sonne blinkende Boot. Natürlich wollten die Kinder auch einmal am Steuer eines der riesigen Einsatzfahrzeuge sitzen und zuschauen, wie die Feuerwehrleute bei einem Einsatz mit dem Boot vorgehen.

Besonders spannend wurde es, als ein schrottreifer Kleinwagen aufgebockt wurde, um einen Unfall zu simulieren. Anschließend schnitten die Helfer Frontscheibe und Seitentür fachgerecht heraus. Der Applaus der vielen Gäste war ihnen angesichts der schweren Einsatzkleidung, die auch bei brütend heißen Temperaturen getragen werden muss, sicher.

Nachwuchs gesucht

Während die Kolpingkapelle Haren für den musikalischen Rahmen sorgte, erklärte Tim Hermes weiter, dass man mit einem Tag der Offenen Tür natürlich auch Nachwuchswerbung betreiben wolle. „Freiwillige können in die Feuerwehr mit 16 Jahren eintreten“, hoffte er auf viele Interessenten, die ihren Mitmenschen in Zukunft helfen wollen.