Highspeed statt Schneckentempo Breitbandausbau schreitet in Haren zügig voran

Meine Nachrichten

Um das Thema Haren Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Bürgermeister Markus Honnigfort (l.) und Jürgen Lenzing  erläutern den geplanten FTTH-Ausbau in Haren. Foto: Stadt HarenBürgermeister Markus Honnigfort (l.) und Jürgen Lenzing erläutern den geplanten FTTH-Ausbau in Haren. Foto: Stadt Haren

Haren. Beim Ausbau des örtlichen Glasfasernetzes ist in Haren derzeit einiges in Bewegung. Bis Mitte 2019 können dort rund 1250 Haushalte von der Ausbauinitiative profitieren, die der Landkreis Emsland gemeinsam mit der Stadt Haren auf den Weg gebracht hat.

Diese Haushalte empfangen bisher Geschwindigkeiten von weniger als 30 Mbit pro Sekunden und gelten damit als unterversorgt. „Durch den anstehenden Breitbandausbau werden sie an modernste FTTH-Glasfasertechnologie angeschlossen, sofern der jeweilige Grundeigentümer der Verlegung auf seinem Grundstück zustimmt“, schreibt die Stadt Haren in einer Pressemitteilung. Entsprechende Vordrucke wurden bereits durch den Landkreis Emsland verschickt. Die Arbeiten werden im Ausbaubereich Emsland-Mitte – und damit auch in Haren – durch die Innogy TelNet GmbH ausgeführt.

„Wir hoffen, dass möglichst viele Eigentümer das Angebot nutzen und sich einen FTTH-Anschluss direkt bis ins Haus legen lassen“, so Harens Bürgermeister Markus Honnigfort. Schließlich seien alle Gebäudeanschlüsse innerhalb des Förderprojekts kostenlos, und es bestehe auch keine Verpflichtung, einen Produktvertrag mit einem Anbieter abzuschließen. „Eine späterer Glasfaseranschluss ist möglich, diesen müssen die Eigentümer dann aber aus eigener Tasche bezahlen“, sagt Jürgen Lenzing, Wirtschaftsförderer der Stadt.

„Gut investiertes Geld“

Rund 58 Millionen Euro kostet das kreisweite Ausbauprogramm, an dem sich der Bund mit voraussichtlich zehn Millionen und das Land mit zwei Millionen Euro beteiligt. Die restliche Summe steuern der Landkreis und die beteiligten Kommunen jeweils zur Hälfte bei. Der Kostenanteil der Stadt Haren liegt bei 1,2 Millionen Euro.

„Gut investiertes Geld“, findet Honnigfort, denn das Programm biete die einmalige Chance, auch in dünner besiedelten Randlagen der Kommune eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur herzustellen. Damit können jetzt auch Gebiete in Haren versorgt werden, deren eigenwirtschaftlicher Ausbau sich für die Versorgungsunternehmen normalerweise nicht rentieren würde.

Auch Schulen werden versorgt

Zusätzlich beteiligt sich die Stadt mit rund 125.000 Euro am Breitbandausbau bislang unterversorgter Schulstandorte in Haren und kann so mit einer 50-prozentigen Co-Finanzierung aus Bundesmitteln rechnen. Damit ist sichergestellt, dass die Klassen- und Verwaltungsräume an der Marienschule, der Josefschule, der Maximilianschule, der Michaelschule und der Clemensschule künftig ebenfalls leistungsfähige Datenversorgungsrate aufweisen.

„Die übrigen Schulen in städtischer Trägerschaft werden zudem bei der Ausbaumaßnahme der EWE TEL GmbH berücksichtigt“, so Honnigfort weiter. Denn parallel zur Ausbauinitiative des Landkreises hat auch das oldenburgische Versorgungsunternehmen den eigenwirtschaftlichen Ausbau des Glasfasernetzes in den Gewerbegebiete Bosch- und Zeppelinstraße, weiten Teilen Altharens sowie im gesamten Innenstadtbereich Harens bis hin zur Flutmulde begonnen. Dort können somit weitere 3000 Wohneinheiten von schnellen Glasfaserleitungen profitieren, und auch das Neubaugebiet an der Nelkenstraße in Emmeln soll durch die EWE erschlossen werden.

Wichtiger Schritt

„Weitere Ausbauten hat die EWE in Aussicht gestellt“, freut sich Lenzing. Ins Auge gefasst werde der Ausbau der Ortschaften Erika und Altenberge zwischen der B408 in nördlicher und der Dorfstraße in südlicher Richtung, sowie der Ausbau des zwischen Bier- beziehungsweise Nelkenstraße und Bahnschienen gelegenen Wohngebiets in Emmeln.

In Sachen Ausbauqualität komme Haren bis 2019 damit einen gewaltigen Schritt voran, sagen Honnigfort und Lenzing übereinstimmend. Für die Zukunftsfähigkeit der ländlich geprägten Kommune sei dies ein wichtiger Schritt. „Eine leistungsfähige digitale Netzstruktur ist für die Chancengleichheit des Einzelnen, aber auch für die Entwicklung der Region enorm wichtig“, so Honnigfort.

Über den Stand der Ausbauarbeiten in Haren wird in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen am 24. Mai um 17 Uhr informiert.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN