Runden drehen auf Burg Arkan Ferienzentrum Schloss Dankern eröffnet Achterbahn

Von Tobias Böckermann


Haren. Das Ferienzentrum Schloss Dankern ist um eine Attraktion reicher: Eine fantastische Spielewelt aus dem Mittelalter kombiniert seit Freitag die einzige Achterbahn weit und breit mit einem 25 Meter hohen Turm, Gewölben und der geheimnissvollen Burg Arkan. 4,1 Millionen Euro hat die Anlage gekostet.

Seit Anfang 2017 hat die Familie von Landsberg-Velen sogar insgesamt 7,4 Millionen Euro in ihr Ferienzentrum investiert. Allein der Bau der Achterbahn kostete 4,1 Millionen, 18 neue Ferienhäuser, neue Tennis- und Beachvolleyballplätze sowie ein neues Rezeptionsgebäude weitere 3,3 Millionen. Auch sie sind pünktlich zur Saisoneröffnung an diesem Samstag pünktlich fertig geworden.

Zur Vorstellung von Burg Arkan und Co. waren rund 100 Ehrengäste erschienen – unter anderem Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann. Er nutzte die Gelegenheit, gemeinsam mit Inhaber Friedhelm von Landsberg-Velen die erste Runde in der 370 Meter langen Achterbahn zu drehen – und dass, obwohl es mit rund 3 Grad Celsius empfindlich kalt und er ohne Mantel gekommen war. Aber der Minister versicherte, die wohlige Spannung und das bereitete Vergnügen hätten ihn die Kälte vergessen lassen.

25,6 Meter hoher Turm

Wer mit der Bahn fahren möchte, muss den 25,6 Meter hohen Turm der Burg Arkan fast bis in die Spitze erklimmen, denn der Einstieg befindet sich fast ganz oben im Turm. Von dort geht es in rasanter Fahrt durch zahlreiche Kurven nach unten – und zwar ohne Looping, was dem Minister ganz recht war. Gedacht ist die Achterbahn vor allem für kleine und große Kinder: ab einer Körperlänge von 1,05 Metern können schon Vierjährige in Begleitung dabei sein. Dass die Bahn auch Erwachsenen genügend Platz bietet, war am Freitag trotz der Kälte gut zu beobachten: Zahlreiche Ehrengäste nutzten die Gelegenheit zu einer bis zu 55 km/h schnellen Fahrt.

Eingebettet ist die Achterbahn in eine mittelalterliche Erlebniswelt mit vielen eigenen Themen-Gebäuden, Geheimgängen, einem Labyrinth. Dort können Kinder interaktiv ins Mittelalter eintauchen und Stockwerk für Stockwerk auf jeweils 100 Quadratmetern auf jeder der sieben Ebenen im Burgturm die wichtigsten Erfindungen des Mittelalters erkunden. Der Name „Arkan“ ist zum einen an das lateinische Wort für „geheimnisvoll“ angelehnt, zum anderen von einem armenischen Längenmaß abgeleitet, das genau 25,6 Meter bedeutet.

„Größte Investition“

Friedhelm Freiherr von Landsberg-Velen freute sich, dass die größte und teuerste Einzelinvestition in der Geschichte des Ferienzentrums nun seiner Bestimmung übergeben werden könne. Er dankte zahlreichen emsländischen Unternehmen, die für einen ebenso reibungslosen wie im Zeitplan liegenden Bau gesorgt hätten. Allen voran nannte er das Generalunternehmen Kinderland Emsland-Spielgeräte aus Geeste. Außerdem habe seine Frau Caroline sehr großen Anteil an der neuen Erlebniswelt, denn sie habe darauf bestanden, nicht nur eine Achterbahn zu bauen, sondern diese in eine Themenwelt einzubetten.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann lobte Schloss Dankern als „großartigen Ferienpark“ und „Vorzeigeprojekt für Niedersachsens Tourismus.“ Man brauche Unternehmer wie die Familie von Landsberg-Velen, die seit Generationen Ideen entwickelten und auch erfolgreich umsetzten. „Ich bin stolz auf eines der ganz wichtigen Tourismus-Unternehmen in Niedersachsen“, sagte er.

Auch Harens Bürgermeister Markus Honnigfort hob die Bedeutung Schloss Dankerns für Stadt und Region hervor. Dankern sei die Keimzelle des Tourismus im Emsland gewesen und stehe symbolisch für die Region, die immer wieder kreativ und erfolgreich sei dank ihrer Unternehmen.

Am heutigen Samstag steht Burg Arkan mit der Saisoneröffnung erstmals allen Besuchern des Parks zur Verfügung. Die Saison dauert bis zum 28. Oktober.