Sozialausschuss billigt Ausgaben Harener Marien-Kita wird vergrößert

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Haren. Die Stadt Haren muss und will weiter Millionen in ihre Kindertagesstätten investieren. Kurzfristig wird auch die Marien-Kindertagesstätte in der Ortschaft Erika erweitert.

Von den Plänen hat sich der Ausschuss für Bildung und Soziales vor seiner später im Ratssaal abgehaltenen Sitzung ein Bild gemacht. Wie Erster Stadtrat Dieter Sturm berichtete, wird die Kita zum Sommer um 15 Krippenplätze auf 130 Plätze erweitert. Dann werde es dort vier Regel- und zwei Krippengruppen in der Betreuungseinrichtung geben.

Hintergrund ist der stetig steigende Bedarf an Betreuungsplätzen. In Haren werde die Möglichkeit, sein Kind in einer Kita anzumelden viel häufiger als ursprünglich prognostiziert angenommen, sagte er. Außerdem kämen wieder deutlich mehr Kinder zur Welt, so dass man seit Jahren nachjustieren müsse. Nun habe die neue Landesregierung auch noch den komplett beitragsfreien Kita-Besuch zum 1. August 2018 beschlossen, was die Nachfrage nach Halb- und Ganztagsbetreuung noch weiter, und zwar sehr plötzlich, erhöhen dürfte.

Unwägbarkeiten

Nun plane das Land auch noch eine flexible Einschulung: Die Eltern von Kindern, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt werden, können demnach mit einer schriftlichen Erklärung den Schulstart um ein Jahr hinausschieben. „Und zwar können sie das noch bis Anfang Mai entscheiden“, sagte Sturm. Deshalb könne er entgegen früheren Planungen und Erwartungen leider nicht vermelden, dass zumindest zum Jahresende in der Stadt Haren und ihren Ortsteilen gesichert genügend Kita-Plätze zur Verfügung stehen werden. „Wir wissen nicht, wie viele Eltern ihre Kinder in den Kitas belassen und wie sich der Bedarf angesichts der Neuregelungen entwickelt.“ Geplant war, den Bedarf an Krippenplätzen spätestens 2019 vorhalten zu können.

Einen Beitrag dazu wird auf jeden Fall die Erweiterung der Marien-Kita in Erika leisten. Allerdings wird hier nicht angebaut, sondern die Stadt hat als Träger der Einrichtung ein benachbartes Einfamilienhaus für zehn Jahre angemietet. „Für das kommende Kindergartenjahr sind aus Erika-Altenberge allein 35 Anmeldungen für Kinder im Alter unter drei Jahren eingegangen, so dass wir mit der Anmietung des Nachbarhauses schnell auf den höheren Platzbedarf reagieren können“, sagte Sturm.

220.000 Euro Kosten

Zunächst stehen aber umfangreiche Umbaumaßnahmen an dem Wohnhaus an, um eine entsprechende Betriebserlaubnis für den Kita-Ableger zu erhalten. Im Erdgeschoss entstehen ein mehr als 50 Quadratmeter großer Gruppenraum sowie die gesetzlich geforderten Nebenräume. Das Grundstück soll ferner einen direkten Zugang an das jetzige Spielgelände der Kita und das Hauptgebäude erhalten und so kurze Wege für Kinder und Betreuungskräfte sicherstellen. Für die Planung und Umsetzung der Maßnahme fallen rund 220.000 Euro an. Ein zustimmender Beschluss des Verwaltungsausschusses liegt bereits vor.

Die Baumaßnahme der Marien-Kindertagesstätte ist nicht die einzige zur Schaffung zusätzlicher Platzkapazitäten in Haren. In Emmeln und Altharen stehen die Erweiterungen der Kitas St. Josef und St. Anna nach Angaben der Verwaltung kurz vor der Fertigstellung. In der Schillerstraße, am Ridderingsesch und der Langen Wiese schließen sich diesjährig weitere Maßnahmen an, davon zwei komplette Neubauten.

Vertrag gebilligt

Die Mitglieder des Sozialausschusses machten mit weiteren Beschlüssen den Weg für die Fortentwicklung der Kita-Landschaft frei. So stimmten sie dem Finanzierungsvertrag der Stadt mit dem Vitus-Werk zu. Er regelt den Defizitausgleich für den laufenden Betrieb und ist an den bestehenden Vertrag mit den kirchlichen Kitaträgern angelehnt.

Außerdem stellt der Ausschuss für die Kooperation mit Vitus zwei Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld wird für den Neubau der „Ankerplatz“ benannten Kita am Ridderingsesch, die Einrichtung einer integrativen Regelgruppe in der Kita „Annas Kinderland“ in der Schillerstraße und die Schaffung einer Regelgruppe in der Vitus-Kindertagesstätte in der Georgstraße 34 verwendet. Hong Dat Tran (CDU) und Georg Berenzen (SPD) lobten das Vorgehen und die Kooperation mit Vitus.

Uta Aehlen und Eva Trimpe, Leiterin und stellvertretende Leiterin der Kita Erika-Altenberge, berichteten dem Ausschuss dann über das umfangreiche Qualitätsmanagement in ihrer Einrichtung.


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