Aktiv für soziale Gerechtigkeit SoVD Ortsgruppe Haren zieht Jahresbilanz

Von Heiner Bange

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Haren. Für 25 Jahre Vorstandsarbeit ist Bernadine Schnieders, Vorsitzende der Ortsgruppe Haren des Sozialverbandes SoVD, geehrt worden.

Kreisvorsitzender Bernhard Sackarendt würdigte die Leistungen von Schnieders, die ihm als Schatzmeisterin im Kreisvorstand zur Seite steht. „Du bist hier die Triebfeder für viele andere im Verein“ betonte Sackarendt.

Die Vorsitzende berichtete von den Aktivitäten des SoVD-Ortsvereins. Im Vorfeld der Bundestagswahl wurden gemeinsam mit Vertretern der Stadt alle 25 Wahllokale im Hinblick auf ihre Barrierefreiheit in Augenschein genommen. Die Stadt habe Verbesserungsvorschläge aufgegriffen und teilweise umgesetzt. Mitglieder der Ortsgruppe nahmen an „Wahlfrühstück“-Veranstaltungen in Papenburg und Lingen sowie am Internationalen Frauentag in Brögbern teil. Eine Fahrradtour, eine Fahrt nach Bad Bentheim und die Weihnachtsfeier gehörten zum Programm des letzten Jahres. Laut Bericht der Vorsitzenden übertrafen die Neuaufnahmen im vergangenen Jahr die der Todesfälle und Austritte, sodass 859 Personen dem SoVD in Haren angehören.

Kreisvorsitzender Sackarendt leitete die Wahlen. Bernhardine Schnieders wurde im Amt bestätigt, ebenso Schriftführerin Adelheid Jansen und Schatzmeister Heinz Schnieders. Neue Frauensprecherin ist Adele Riddering. Als Beisitzer arbeiten Johann Schepers, Benno Grote, Heinrich Schepers, Elisabeth Witte und Manuela Esders im Vorstand mit.

Für langjährige Mitarbeit im Vorstand wurde Heinz Schnieders geehrt. Er gehört dem Führungsteam als Schatzmeister seit 20 Jahren an. Den Revisoren Hermann Held und Wilhelm Wessels galt der Dank für jeweils zehnjährige Tätigkeit. Heinrich Greten, Bernd Bergs und Hermann Meyer, halten der SoVD-Ortsgruppe Haren seit 40 Jahren die Treue.

Kreisvorsitzender Sackarendt berichtete, dass der SoVD in Niedersachsen mit rund 280.000 Mitgliedern der größte Sozialverband sei und im Landkreis Emsland das Vertrauen von rund 19.000 Menschen genießt. Als ungelöstes Problem bezeichnete er die Altersarmut: „Selbst bei einer Erwerbstätigkeit von 45 Jahren reicht der augenblickliche Mindestlohn von 8,84 Euro nur zu einer Rente von monatlich 700 Euro und damit nicht zu einer auskömmlichen Altersversorgung.“. Um ohne finanzielle staatliche Aufstockung im Alter ein Auskommen zu haben, müsste der Mindestlohn heute 11,50 Euro betragen. Behinderte Menschen tragen ebenfalls ein erhöhtes Armutsrisiko.

Im Bereich der Pflege müsse die Politik Sackarendt mehr unternehmen. Dabei gehe es nicht nur um eine Anhebung der Bezahlung des Pflegepersonals, sondern ebenso um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.


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