Hilfe für Kinder in Notlagen Rotary Club Haren spendet 2.500 Euro

Von Manfred Bottmeyer

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Ina Nowak überreicht den Scheck an Bernd Kuckuck. Ganz rechts Roswitha Winkeler vom DKSB. Foto: Manfred BottmeyerIna Nowak überreicht den Scheck an Bernd Kuckuck. Ganz rechts Roswitha Winkeler vom DKSB. Foto: Manfred Bottmeyer

Haren. Bei einem Informationsbesuch beim Kinderschutzbund Emsland-Mitte in Meppen hat der Rotary Club Haren eine Spende in Höhe von 2.500 Euro übergeben.

Die Vorsitzende des Rotary Club Haren Ina Nowak sagte, weltweit seien 1,2 Millionen Menschen in 35.000 Clubs organisiert, wollen dabei selbstlos den Menschen dienen. Daher will der Club den Kinderschutzbund unterstützen. Der Spendenbetrag resultiert aus den Einnahmen der Märchenabende im Müllerhaus an der Mersmühle in Haren sowie aus Aktionen auf dem Weihnachtsmarkt.

Der Vorsitzenden Bernd Kuckuck stellte den seit 25 Jahren bestehenden Ortsverband des Kinderschutzbundes vor. Seit 2012 nutzt der Bund die Räume seiner Beratungsstelle an der Emsstraße. Der Ortsverband ist als Selbstständiger Verein einer von über 350 Orts- und Kreisverbänden des Deutschen Kinderschutzbundes. Er tritt für die im Grundgesetz verankerten Rechte der Kinder und Jugendlichen ein und versucht, allen Gefahren entgegenzuwirken, denen Kinder in ihrer körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Entwicklung ausgesetzt sein können. Die Ortsverbände legen die konkreten Schwerpunkte ihrer Arbeit selbst fest.

Der Ortsverband in Meppen wurde 1993 mit Unterstützung des Landkreises Emsland und der Stadt Meppen auf Initiative des Arbeitskreises gegen sexuellen Missbrauch gegründet. Vorrangiges Ziel war es, eine Beratungsstelle für von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche zu errichten, berichtete der Vorsitzende.

Der feste Personalstamm unter der Leitung von Julia Siebert umfasst vier Mitarbeiter. Die Finanzierung des Jahresetats von circa 240.000 Euro übernehmen zu einem großen Teil das Land Niedersachsen, der Landkreis Emsland, die Städte Meppen und Haren (Ems) sowie die kleineren umliegenden Gemeinden. Dennoch besteht ein zusätzlicher jährlicher Spendenbedarf von rund 90.000 Euro. Neben den institutionellen Förderern gebe es im Emsland „viele gutherzige Menschen“, die in hohem Maße ihren Beitrag leisten, sagte Kuckuck.

Beraterin Roswitha Winkeler erläuterte die Beratungsangebote: Diese richten sich an Kinder, Jugendliche, Eltern und Alleinerziehende sowie Fachleute und Ehrenamtliche, die beruflich oder privat mit Kindern zu tun haben. Der DKSB bietet vertrauliche Beratung und Hilfe, Präventionsveranstaltungen und Fachvorträge sowie professionelle Fachberatungen.

Pro Jahr werden weit über 1000 Beratungsgespräche geführt. Etwa 45 Prozent der mehr als 200 Fälle beziehen sich dabei auf Folgen sexueller Gewalt. Durch Kooperationen und Netzwerkarbeit zu den Themen sexueller Missbrauch, körperliche, seelische Gewalt, Vernachlässigung, Mobbing und Cybermobbing, Sexualpädagogik und Kindeswohlgefährdung versucht der DKSB zu helfen. Die Hilfe richtet sich an Menschen, die von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche betroffen sind oder waren, davon wissen oder diese vermuten. Die Beratungen und Therapie sind für Ratsuchende kostenlos. Die Mitarbeiter der Beratungsstelle unterliegen den gesetzlichen Bestimmungen der Schweigepflicht.


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