Erfolgreiches Jahr KFD St. Martinus Haren ehrt Mitglieder

Von Heiner Bange

Die langjährigen Bezirksfrauen zusammen mit Pfarrer Günter Bültel (links) und den Vorstandsmitgliedern der KFD St. Martinus Haren. Foto: Heiner BangeDie langjährigen Bezirksfrauen zusammen mit Pfarrer Günter Bültel (links) und den Vorstandsmitgliedern der KFD St. Martinus Haren. Foto: Heiner Bange

Haren. Die katholische Frauengemeinschaft (KFD) St. Martinus Haren hat während ihrer Generalversammlung auf ein aktives Jahr 2017 zurückgeblickt.

Es wurden mehrere Mitglieder für ihr langjähriges Engagement als Bezirksfrauen geehrt.

Im Mittelpunkt des Treffens stand eine thematische Auseinandersetzung mit dem nachsynodalen Schreiben des Papstes über die Liebe in Familien „Amoris Laetitia“ (auf deutsch: Freude der Liebe) . Dazu hieß Vorsitzende Gaby Kassens die Gemeindereferentin Sonja Golla willkommen.

Rückbesinnung auf Barmherzigkeit

Golla erinnerte an die Bischofssynoden von 2014 und 2015, auf denen die Bischöfe frei über strittige Themen wie Familie, Ehe und Sexualität oder Umgang mit wieder verheirateten Geschiedenen diskutiert hatten. Im Vorfeld dazu seien die Gläubigen in aller Welt in Form von Fragebögen angehört worden. Dazu Golla: „Papst Franziskus hat während der Synoden zugehört und anschließend sein Fazit aus den Diskussionen in einem Schreiben zusammengefasst, in dem er unter anderem eine Rückbesinnung auf Barmherzigkeit und Zärtlichkeit im Umgang mit dem Nächsten zum Ausdruck bringt.“ Eine besondere Bedeutung misst der Papst nach den Worten der Gemeindereferentin den Familien bei. „Die Freude der Liebe, die in Familien gelebt wird, ist die Freude der Kirche“, so ein von ihr vorgetragenes Zitat aus „Amoris Leatitia“.

Der Papst schaut nach den Worten von Sonja Golla wohlwollend auf die Familien. Er sehe in ihnen eine echte Chance, insbesondere schwierige Lebensphasen im Sinne gegenseitiger Hilfestellung gut zu überstehen. So könnte Krisen auch dazu dienen, dem Leben eine neue Stabilität zu geben.

Lebhafte Diskussion

Unter den KFD-Frauen lösten die Ausführungen der Gemeindereferentin eine lebhafte Diskussion aus. Dazu trug auch der Hinweis der Referentin auf das Bekenntnis der deutschsprachigen Bischöfe zum Ende der Synode bei. Darin heißt es unter anderem: „Im falsch verstandenen Bemühen, die kirchliche Lehre hochzuhalten, kam es in der Pastoral immer wieder zu harten und unbarmherzigen Haltungen, die Leid über Menschen gebracht haben, insbesondere über ledige Mütter und außerehelich geborene Kinder. Als Bischöfe unserer Kirche bitten wir diese Menschen um Verzeihung.“

Engagierter Einsatz

Für ihren besonders engagierten Einsatz bedankten sich Pfarrer Günter Bültel und die Vorsitzende Gaby Kassens bei den Bezirksfrauen, die ihren Dienst für die KFD teilweise schon seit vielen Jahren leisten. Am längsten ist Angela Schepes dabei, sie kümmert sich schon seit 25 Jahren um die Mitglieder in ihrem Wohngebiet. Weitere Jubilare sind Adeltraud Lohmann (15 Jahre) sowie Hildegard Mähr, Maria Dreyer, Marita Schepers und Margret Esders (zehn Jahre). An die Aktivitäten des letzten Jahres erinnerten die Vorstandsmitglieder Christiane Koop und Monika Wermes, so zum Beispiel an den Frauenkarneval, die Teilnahme am Weltgebetstag in Altharen und an der Frauenkundgebung in Ahmsen sowie an den Dreitagesausflug nach Schwerin. Auch für dieses Jahr plant die KFD ein vielseitiges Programm für ihre Mitglieder.