Abzocke am Telefon Geschickte Betrugsmasche: Harener Unternehmer konfrontiert Anruferin

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Betrügereien per Post, E-Mail oder am Telefon sind nichts Neues. Doch die Maschen der Trickbetrüger ändern sich ständig. Der Augenoptiker- und Hörgeräteakustikermeister Karl Jüngerhans aus Haren hatte den Trick der Anrufer durchschaut. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpaBetrügereien per Post, E-Mail oder am Telefon sind nichts Neues. Doch die Maschen der Trickbetrüger ändern sich ständig. Der Augenoptiker- und Hörgeräteakustikermeister Karl Jüngerhans aus Haren hatte den Trick der Anrufer durchschaut. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Haren. Betrügereien per Post, E-Mail oder am Telefon sind nichts Neues. Doch die Maschen der Trickbetrüger ändern sich ständig. Der Augenoptiker- und Hörgeräteakustikermeister Karl Jüngerhans aus Haren hatte den Trick der Anrufer durchschaut, die ihm dubiose Anzeigen verkaufen wollten.

Um an das Geld anderer zu kommen, lassen sich Betrüger unterschiedlichste Maschen einfallen. Während bei vielen schnell klar wird, dass es sich um Betrug handelt, muss man bei anderen schon genauer hinsehen, um den Gaunern nicht auf den Leim zu gehen. Auf die große Erbschaft der unbekannten Tante aus Amerika fällt wohl kaum mehr jemand rein. Auch den Augenoptiker- und Hörgeräteakustikermeister Karl Jüngerhans aus Haren erreichen immer wieder E-Mails und Briefe, die augenscheinlich tolle Angebote offerieren. Zuletzt wurde der Unternehmer telefonisch kontaktiert.

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Nette Dame am Telefon

Der Anrufer hatte eine Nummer mit Berliner Vorwahl. Die nette Dame am anderen Ende der Leitung wollte ihm einen Korrekturabzug einer Anzeige schicken, die er angeblich aufgegeben hatte. „Ich bin dann stutzig geworden“, sagt Jüngerhans im Gespräch mit unserer Redaktion. „Weil ich hatte gar keine Anzeige aufgegeben. Ich habe mir dann gleich gedacht, dass es sich um eine Betrugsmasche handeln muss. Da ich wissen wollte, wer dahinter steckt, habe ich zugesagt, dass sie mir den Korrekturabzug faxen sollen.“

Verdacht erhärtet sich

Doch ein entsprechendes Fax ließ auf sich warten. Stattdessen kam ein erneuter Anruf. Es gäbe Probleme bei der Übermittlung, wurde dem Augenoptiker- und Hörgeräteakustikermeister erklärt. Stattdessen wolle man ihm alles per E-Mail zukommen lassen. „Da war ich mir sicher, dass es sich um einen Betrug handeln muss und konfrontierte die Anruferin mit meinem Verdacht. Daraufhin versuchte sie noch, sich herauszureden. Als sie merkte, dass dies erfolglos sein würde, legte sie einfach auf. Seitdem habe ich auch nichts mehr von denen gehört.“

Kollegen gewarnt

Damit seine Kollegen im Werbeverein „Haren City aktiv“ nicht auf diese Masche hereinfallen, schrieb er eine E-Mail an die Mitglieder. Schließlich war er selbst vor einigen Jahren auf Betrüger hereingefallen. „Das war eine sehr ärgerliche Sache, die viel Geld gekostet hat. Die Masche war so gut, dass wir sogar einen Gerichtsprozess dagegen verloren haben. Seitdem bin ich sehr vorsichtig geworden“, erklärt der Harener Unternehmer.

Kein Einzelfall

Dass dies kein Einzelfall ist, weiß der Pressesprecher der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Dennis Dickebohm. „Diese Masche ist nicht neu für uns. Immer wieder werden nicht nur Privatleute, sondern auch Unternehmer zum Ziel von Betrügern. Wir weisen immer wieder daraufhin, die Echtheit von Briefen und E-Mails zu prüfen. Auch bei Anrufen ist Vorsicht geboten. Man sollte nichts leichtfertig hinnehmen. Wer zahlt, ist das Geld in der Regel für immer los.“


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