Junge aus Haren blieb ruhig Viertklässler Lennox holte Hilfe, als Oma Brigitte ohnmächtig wurde

Von Matthias Engelken

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Am nächsten Tag besuchte Lennox (l.) seine Oma Brigitte Wirsching im Krankenhaus und machten auch gleich ein Foto. Stolz auf Lennox sind auch Bruder Collin und Mutter Alexandra Hagen. Foto: EngelkenAm nächsten Tag besuchte Lennox (l.) seine Oma Brigitte Wirsching im Krankenhaus und machten auch gleich ein Foto. Stolz auf Lennox sind auch Bruder Collin und Mutter Alexandra Hagen. Foto: Engelken

Haren. „Ohne ihn wäre meine Frau verstorben“, ist Klaus Wirsching überzeugt. Er hat seinen Enkel Lennox Hagen für den Wettbewerb „Kleine Alltagshelden 2017“ nominiert.

Alles passierte in den Herbstferien. Lennox Hagen aus Haren-Wesuwe wollte sie bei seinen Großeltern in Lünen bei Dortmund verbringen. Wie immer in den Ferien schlief er im Zimmer bei seiner Oma, Großvater Klaus wich auf ein Bett im Gästezimmer aus. Doch schon in der dritten Nacht wachte Lennox auf. Neben ihm stöhnte seine an einem Darmleiden erkrankte Oma schmerzerfüllt. Er hörte wie sie leise versuchte, aufzustehen und zum Bad ging, doch statt sich umzudrehen und weiter zu schlafen, blieb Lennox wach.

Oma Brigitte wurde ohnmächtig

„Mir kam das Ganze komisch vor“, erinnert sich der Neunjährige an die Situation. Deshalb schlich er seiner Großmutter hinterher und beobachtete die Szene. Ein Glück, denn so war er sofort zur Stelle, als kurze Zeit später Oma Brigitte ohnmächtig wurde, und zu Boden fiel. Lennox blieb dennoch ruhig, rannte ins Nachbarzimmer und weckte seinen Opa.

Der rief den Krankenwagen, während Lennox bei seiner am Kopf blutenden Oma wachte und ihr gut zusprach. „Kurze Zeit später kamen die Sanitäter, ich verkroch mich unter die Decke“, erzählt Lennox. Denn er fürchtete, dass die Ärzte mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen würden. „Soweit musste es aber gar nicht kommen, weil Lennox mich ja sofort gerufen hatte“, sagt Klaus Wirsching. „Ich selbst habe auch einen tiefen Schlaf und weiß nicht, ob ich es gehört hätte“, meint er.

Opa ist stolz auf Lennox

Besonders stolz macht ihn die Tatsache, dass Lennox in der Situation ruhig blieb. „Meine Frau hatte sich die Nase gebrochen, lag ohnmächtig und blutend im Bad, da muss man erst mal ruhig reagieren können“, sagt der Opa. Auch deshalb hat er seinen Enkel für den Preis nominiert. „So besonnen zu reagieren, sich nicht umzudrehen und wieder einzuschlafen, sondern hinterherzugehen und zu beobachten, das ist alle Rede wert“, meint er. Für ihn ist sein Enkel ein „Kleiner Alltagsheld“. Und natürlich gab es für seine Hilfe auch schon etwas. „Opa und Oma haben mir ein großes Geschenk gemacht“, erzählt Lennox. Er kann den ganzen Rummel um ihn gar nicht verstehen. „Das war doch ganz normal“, sagt der Viertklässler, der in Wesuwe in die Clemensschule geht.


Kleine Alltagshelden

Weitere Vorschläge für den Wettbewerb „Kleine Alltagshelden 2017“, organisiert von den Freiwilligenagenturen und -zentren sowie dem Landkreis Emsland, der Meppener Tagespost und dem EL-Kurier, können weiterhin eingereicht werden bei den Freiwilligenzentren und Agenturen im Verbreitungsgebiet der Meppener Tagespost sowie bei Matthias Engelken, E-Mail: m.engelken@noz.de, Tel.: 05931/940148. Einsendeschluss ist Mittwoch, 31. Januar.

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