Maik Zimmermann ist Deutscher Meister Ehrung für Meppener Kaninchenzüchter

Von Matthias Engelken

Während das Siegertier zuhause im Stall weilt, wird Züchter Maik Zimmermann von Vater Manfred (l.) und Bernd Achter (r.) für die Deutsche Meisterschaft geehrt. Foto: EngelkenWährend das Siegertier zuhause im Stall weilt, wird Züchter Maik Zimmermann von Vater Manfred (l.) und Bernd Achter (r.) für die Deutsche Meisterschaft geehrt. Foto: Engelken

Haren/Meppen. Mit dem Titel Deutscher Meister kehrte Mitte Dezember Züchter Maik Zimmermann von der Bundes-Kaninchenschau in Leipzig zurück. Jetzt ist der 21-Jährige vom heimatlichen Kaninchenzuchtverein I 172 Meppen – Haren für seine Leistungen beim Neujahrsempfang geehrt worden.

Noch gar nicht solange als Züchter aktiv ist der in Meppen-Versen lebende Maik Zimmermann. Gemeinsam mit Vater Manfred hat er 2012 begonnen, Kaninchen zu züchten. Damals suchten beide ein weiteres Hobby, erfreuten sich an den possierlichen Tieren und beschlossen bald darauf auch, dem Kaninchenzuchtverein I Haren-Meppen beizutreten. Ein Gewinn für alle, wie sich zeigte.

Denn das Wissen der Vereinskollegen half den beiden bei der Zucht. Kontakte zu anderen Kaninchenzüchtern aus befreundeten Vereinen in der gesamten Region halfen bei der Ausübung des Hobbys, mehr und mehr Wissen eigneten sich beide an. Schnell schaffte Sohn Maik gute Ergebnisse als Jungzüchter bei der vereinsinternen Ausstellung während sein Vater beachtliche Ergebnisse mit anderen Rassen in der Hauptwertung erreichte. „Schon da war klar, dass auch Maik Ahnung hat von der Materie“, sagt heute Vereinsvorsitzender Bernd Achter.

Der durfte ihm nun beim Neujahrsempfang des Vereins für seinen gerade erst erworbenen Titel in Leipzig gratulieren. Nicht ohne Stolz, „denn der Titel ist auch eine Bestätigung für unsere gesamte Arbeit“, wie Achter erläuterte. In der Historie des Vereins stehen nur wenige bundesdeutsche Titel. Auch wenn vor einigen Jahren ein Mitglied sogar die Europameisterschaft errang, ist Maik Zimmermanns deutsche Meisterschaft eine besondere: „Maik ist gerade einmal 21 Jahre alt, hat sich erst vor einem Jahr auf die Zwerg-Rexe-Rasse spezialisiert und gleich abgeräumt“, erläutert Achter.

Bescheidener Sieger

Der Sieger selber ist eher bescheiden. „Ich wusste, dass mein Kaninchen durchaus Siegchancen hatte“, sagt Maik, der derzeit bei Vitus in Meppen eine Ausbildung zum Koch macht. Weit über 26.000 Kaninchen wurden in Leipzig präsentiert, in vielerlei Kategorien eingeteilt. Zimmermanns Tier gewann in der Kategorie Zwerg-Rexe luxfarbig, einer Kurzhaarrasse. Gut 1,2 bis 1,4 Kilogramm wiegen diese Tiere, auffällig ist die gedrungene Körperform. Das Fell ist zwar kurz aber besonders dicht und der markante Kopf hat eine breite Stirn- und Schnauzpartie und entspricht dem allseits bekannten Zwergkaninchentyp.

In der Kategorie war die Teilnehmerzahl begrenzt, was den Wert der Meisterschaft aber nicht schmälert. „Das muss man erst einmal hinbekommen“, sagt Achter. Für ihn ist der junge Vereinskollege ein gutes Beispiel für gute Jugendarbeit im Verein. Auch wenn gemeinhin vom Aussterben der Kaninchenzuchtverein die Rede ist, Zugänge sind dennoch zu verzeichnen. So auch beim Kaninchenzuchtverein Haren-Meppen. Gleich drei Neuzugänge begrüßte Achter beim Neujahrsempfang. So gehören nun Nora Haberland sowie Sarah und Daniel Gerdes dem Verein an. Alle arbeiten schon länger in ihrem Hobby.

Sehr arbeitsintensiv ist es. Und durchaus kostspielig, denn Futter, Impfungen und der Besuch von Ausstellungen kosten Geld. Der Verkauf von Tieren bringt zwar einiges ein, deckt aber in guten Zeiten gerade einmal die Kosten. Auch ein Meistertitel bringt da nicht mehr ein als ein gutes Renommee. Und das Wissen, eine gute Zuchtlinie zu besitzen. Das wiederum lässt andere Züchter zwar hellhörig werden, verteuert die Tiere aber kaum. Verkaufen will Maik sein Siegertier ohnehin nicht. Zum einen, weil er damit die Züchtung weiter aufrecht halten möchte, zum anderen, weil er damit auch auf der ein oder anderen Ausstellung punkten möchte.