Familie steht im Mittelpunkt Ferienzentrum Dankern spendet 35.000 Euro

Über Spenden in Höhe von insgesamt 35.000 Euro freuten sich die Vertreter von Kinderschutzbund, Telefonseelsorge und Harener Tafel. Das Foto zeigt v.l. Caroline von Landsberg-Velen, Marianne Ströer, Dr. Bernd Kuckuck, Maria Bauken, Hermann Niemann und Friedhelm von Landsberg-Velen. Foto: Tobias BöckermannÜber Spenden in Höhe von insgesamt 35.000 Euro freuten sich die Vertreter von Kinderschutzbund, Telefonseelsorge und Harener Tafel. Das Foto zeigt v.l. Caroline von Landsberg-Velen, Marianne Ströer, Dr. Bernd Kuckuck, Maria Bauken, Hermann Niemann und Friedhelm von Landsberg-Velen. Foto: Tobias Böckermann

Haren. Das Ferienzentrum Schloss Dankern hat 35.000 Euro gespendet. Das Geld geht an den Kinderschutzbund Emsland, die Harener Tafel und die Telefonseelsorge.

Seit annähernd zwei Jahrzehnten lädt die Familie von Landsberg-Velen kurz nach dem Jahreswechsel Vertreter von Vereinen zu einer verspäteten Bescherung ein. Stets erhalten solche Gruppierungen eine erhebliche Zuwendung für ihre Arbeit, die sich idealerweise rund um Familien oder Kinder dreht. In diesem Jahr spenden Friedhelm Freiherr und Caroline Freifrau von Landsberg-Velen insgesamt 35.000 Euro. „Das Jahr 2017 verlief für das Ferienzentrum recht erfolgreich “, sagte Friedhelm von Landsberg-Velen und solange dies so bleibe, werde man einen Teil des Erfolges an die Region zurückgeben.

Erstmals ist 2018 die Telefonseelsorge Emsland Grafschaft/Bentheim unter den Spendenempfängern. Vorsitzender Hermann Niemann konnte einen symbolischen Scheck in Höhe von 10.000 Euro entgegennehmen. Er berichtete, derzeit engagierten sich 66 Personen aus der Region ehrenamtlich und nähmen rund um die Uhr Anrufe von Menschen entgegen, die sich zum Teil in verzweifelter Lage befänden. „Ganz wichtig ist bei uns die Anonymität, die wir jedem Anrufer, aber auch unseren Mitarbeitern zusichern“, sagte Niemann.

8000 Gespräche

Rund 8000 intensive und ernsthafte Gespräche führte die Telefonseelsorge im abgelaufenen Jahr, 14.000 Anrufe gab es insgesamt. Die Spende kommt dem ehrenamtlich tätigen Vorstand sehr gelegen: „Wir finanzieren unsere Arbeit zu einem erheblichen Anteil aus Spendengeldern“, sagte der Vorsitzende. So koste ein Ausbildungskurs für jeweils zehn neue Mitarbeiter rund 14.000 Euro und umfasse 150 Stunden. „Wir bieten regelmäßig diese Kurse an. Der nächste startet Anfang 2018. Ein Informationsabend hierzu findet am Mittwoch, dem 24. Januar um 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Propsteigemeinde St. Vitus in Meppen statt.“

Auch Marianne Ströer von Harener Tafel bedankte sich für eine erneute Zuwendung. 5000 Euro kann sie nun unter anderem für die Anschaffung neuer Regale aus Edelstahl verwenden. „Die alten sind aus Holz und leiden unter Feuchtigkeit“, sagte sie. Die Harener Tafel öffnet jeden Donnerstag ihre Türen - 70 bis 100 Lebensmittelverkäufe registrieren die etwa 40 ehrenamtlich Tätigen - „das entspricht 300 bis 350 Menschen, die auf günstige Lebensmittel angewiesen sind“, sagte Ströer.

Altersarmut steigt

Der Bedarf stagniere auf hohem Niveau, vor allem die Altersarmut sei aber in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, sagte Ströer. „Inzwischen kommen manchmal die Enkel mit der Oma, damit sie bei uns einkaufen kann.“

Mit 20.000 Euro war die größte Spende fast schon traditionell der Kinderschutzbund Emsland Mitte ( DKSB). Für den Vorsitzenden Bernd Kuckuck und seine Stellvertreterin Maria Bauken deckt diese Zuwendung stets einen „erheblichen Teil der jährlichen Finanzierungslücke“, mit der der Verein immer wieder zu kämpfen habe. Der Kinderschutzbund, der für die Grundrechte von Kindern und Jugendlichen eintritt und eine Beratungsstelle bei Gewalt gegen Kinder und Jugendliche betreibt, benötigt Jahr für Jahr gut 120.000 Euro an Spenden. Drei hauptamtliche Mitarbeiter haben nach Angaben Kuckucks neben Missbrauchsfällen immer häufiger auch mit Phänomenen wie Cybermobbing oder Sexting unter Kindern und Jugendlichen zu tun. „Die dunkle Seite des Lebens und Not gibt es leider auch im Emsland und auch in allen gesellschaftlichen Schichten.“

Das Ehepaar von Landsberg-Velen dankte den Ehrenamtlern stellvertretend für ihre Vereine für das immer wieder geleistete Engagement.


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