Bebendes Zelt zum Festabschluss Rüt’n’Rock Christmas-Gala in Haren mit alten Bekannten

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Haren. Die 13. Auflage der Rüt’n’Rock Christmas-Gala hat wieder viele Gäste zum Harener Schützenplatz gezogen. Der vollständige Erlös aus den Eintrittsgeldern geht einmal mehr an ein Projekt der Partnergemeinde im ghanaischen Kalba, die aus insgesamt 64 Dörfern besteht.

Die Gala wurde eröffnet von Flutlicht mit Nils Neumann (Gitarre und Gesang), Kevin Thomann (Gitarre), Niklas Höhne (Schlagzeug) und Lukas Kock (Bass), die auch gleich rockig und mitreißend starteten. 2015 war die Band aus Friesoythe bereits bei der Christmas Gala dabei. 2012 erschien ihr Debütalbum namens „Irrenhaus“. Mit ihren deutschen Texten, die auch mal weich und tiefgründig Alltagssituationen verarbeiten und in Musik verpacken, gaben sie gleich zu Beginn eine beeindruckende Marschrichtung vor.

Die zweite Band setzte diese ohne Umschweife fort. Die Allstars wurden gegründet zur Christmas-Gala 2015 und bestehen aus Musikern der regionalen Bands. Die Combo mit Jupp (Gesang), Basti (2. Gesang), Chris d’groove (Bass), Christian (Schlagzeug), Fynn (Schlagzeug, Keyboard), Andre (Bass, Schlagzeug), Wurst (Gitarre), Gerrit (Gitarre) und Willy (Gitarre) spielen Coversongs aus den Bereichen Rock, Indie und Alternative.

Erlös geht nach Kalba

Für den kraftvollen Abschluss sorgten Storm of Wind, die ein paar Tage vor Weihnachten erst ihr Album „The Total Glorification“ vorgestellt hatten. Die Band mit Jason W. (Bass), Stefan Rolfes (Gesang, Schlagzeug), Max Warrior (Gesang, Gitarre), Harry Ling Chu (Gitarre) und Tommy Gun (Keyboard) waren bereits 2011 erstmals Gäste des RüRo-Festivals und kehrten nun zurück mit ihrem Sound, den sie „true toytonic true metall of eternal glory“ nennen. Das RüRo-DJ-Team, bestehend aus einigen Mitgliedern der Allstars und Storm of Wind, sorgte im Anschluss für eine ausgelassene After-Show-Party.

Der Erlös ist in diesem Jahr für die Renovierung eines alten Schulgebäudes in einem Außendorf der Gemeinde Kalba vorgesehen. Das Dorf ist vom Zentrum weit entfernt und durch einen Fluss getrennt, der in der Regenzeit sehr viel Wasser führt. Daher ist das Erreichen des Zentrums für die dort ansässigen Menschen unmöglich. Aufgrund dieser Gegebenheiten ist es überdies für die Lehrer, die vom Staat geschickt werden, unmöglich, zur Schule im Außendorf zu gelangen. Folglich sind Unterkünfte für die Lehrer notwendig, die jedoch nicht vom Staat gestellt, sondern in Eigenregie gebaut werden müssen.

Im Rahmen einer Reise des Fördervereins nach Kalba waren schon 80 Prozent dieses alten Schulgebäudes umgebaut. Die Einweihung der neuen Wohnungen fand Ende Oktober 2017 statt. 2018 wird dank der beiden RüRo-Events wieder ein Projekt gefördert, welches bereits vorbereitet wird.


Der Verein Rüt’n’Rock fördert Projekte in Kalba (Ghana). Kalba ist ein großes Dorf mit rund 4200 Einwohnern. Es liegt sechs Kilometer vom Länderdreieck Ghana – Elfenbeinküste – Burkina Faso entfernt. Die einzige Straße Kalbas, die in Tuna von der Hauptstraße abzweigt, ist eine 30 Kilometer lange Sackgasse. In Kalba endet der eigentliche Straßenverkehr, ab hier geht es lediglich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad weiter.

Die Straße war bis vor einigen Jahren kaum befahrbar und für zwei Monate während der Regenzeit überhaupt nicht passierbar. Mittlerweile sind Brücken gebaut worden, die das Passieren ermöglichen, allerdings kommt es immer noch vor, dass auch diese nach starken Strömungen in der Regenzeit schlicht weggerissen werden. (Quelle: www.paterhagen.de)

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