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Betrieb und Kläranlage vorgestellt Harener Werkhof setzt auf Grün in der Stadt

Von Tobias Böckermann | 01.04.2019, 14:08 Uhr

800 Kilometer Straße, 23 Sport- und 77 Spielplätze, 1,3 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser pro Jahr: Der Mitarbeiter des Harener Werkhofes und die der benachbarten Kläranlange haben viel zu tun. Dass sie dabei einem hohen Anspruch folgen, haben die Leiter der beiden Einrichtungen berichtet.

Werkhofleiter Hermann Hüsers und Kläranlagen-Chef Klaus Walker haben Mitgliedern des Harener CDU-Stadtverbandes und der Frauenunion über ihre Arbeit berichtet. Deren Vorsitzende Friedhelm Freiherr zu Landsberg-Velen und Maria Bauken freuten sich über die Gelegenheit und über den Besuch der für Haren zuständigen CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann.

Hermann Hüsers berichtete über die vielfältigen Aufgaben des Werkhofes, der derzeit 25 Mitarbeiter beschäftigt, darunter zwölf Landschaftsgärtner. Gegründet worden war der Bauhof in der Zeppelinstraße in den 1970er Jahren, später kam direkt nebenan die Kläranlage hinzu. Diese wurde aber 1998, und damit in finanziell weit schlechteren Zeiten, an den Trink- und Abwasserverband Bourtanger Moor (TAV) verkauft, der sie bis heute in guter Partnerschaft mit dem Werkhof betreibt.

Hüsers berichtete, der Kontakt der Werkhofmitarbeiter mit der Bevölkerung sei allen Angestellten sehr wichtig. Man sehe sich als Bindeglied zur Stadtverwaltung und erfahre oft aus erster Hand, wo den Menschen der Schuh drücke – vor allem bezogen auf die Pflege der vielen Grünanlagen.

Hüsers erläuterte, man verfolge hier seit einigen Jahren das Ziel, etwas weniger, dafür aber qualitativ schönere Grünanlagen zu errichten und zu erhalten. Insgesamt sei die Aufgabe sehr groß – auch deshalb setze man wo immer es gehe auf Maschineneinsatz. 800 Kilometer Straßennetz müssen unterhalten werden, dazu 23 Sportplätze, 77 Spielplätze und das Leuchtturmprojekt Emswiesen.

Viele dieser Einrichtungen hätten die Werkhofmitarbeiter selbst gebaut, was für die hochqualifizierten Mitarbeiter attraktive Aufgaben biete. „Wir sind durchaus stolz auf unsere Arbeit“, sagte Hüsers, der den Werkhof gemeinsam mit seinem Stellvertreter Ralf Arens vorstellte.

Zu den Aufgaben gehört auch die Friedhofsgärtnerei mit 200 Beerdigungen pro Jahr, das Aufstellen des Weihnachtsbaumes samt Weihnachtsbeleuchtung oder der Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner. Bei der Anlage von Blühstreifen sei man seit Jahren Vorreiter, sagte Hüsers.

Bei einem Rundgang erläuterte der Leiter der Kläranlage, Klaus Walker, die Arbeit der Anlage. 1,3 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser pro Jahr müssten gereinigt werden, wobei der tägliche Anfall im Sommer dank des Ferienzentrums Dankern deutlich größer sei als sonst. 10 bis 15 Kubikmeter Sand filterten die Anlagen pro Jahr aus dem Abwasser und in einem Faulturm entstünden gezielt Faulgase, die man für den Betrieb eines Blockheizkraftwerkes nutze.

Pro Jahr fallen 550 Tonnen Klärschlamm an, die zunächst einige Jahre in einem benachbarten Vererdungsbecken gelagert und so deren Menge deutlich reduziert werde. Danach gingen sie in die Landwirtschaft. Das Wasser, das gereinigt die Kläranlage verlasse, sei am Ende sauberer als das der Ems.

Gitta Connemann lobte die Arbeit der Harener. „Ich danke ihnen für Leistung und Leidenschaft“, sagte sie. Die Mitarbeiter des Werkhofes seien eine Art Visitenkarte der Stadt und im Bereich Artenschutz und Natur in der Stadt werde in Haren Vieles umgesetzt, was in Berlin noch diskutiert werde.