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Zwischenergebnis: CDU baut Stimmenanteil sogar noch aus Gemeinderat: Hagen wählt weiter schwarz

Von Hauke Petersen | 11.09.2011, 22:33 Uhr

Nach der Auszählung von sechs der acht Wahlbezirke deutete um Mitternacht alles darauf hin, dass die CDU in Hagen ihre absolute Mehrheit bei den Gemeinderatswahlen klar verteidigt und ihren Stimmenanteil sogar noch ausgebaut hat. Der bundesweite Trend weg von klaren Mehrheiten konnte den Hagener Christdemokraten nichts anhaben. Sie lagen im Zwischenergebnis bei 57,32 Prozent, fast vier Prozent höher als 2006. An der Zusammensetzung des Rates ändert sich dadurch wohl nicht allzu viel.

Was sich schon bei der Bürgermeisterwahl andeutete, fand bei der Auszählung der Stimmen zum Gemeinderat seine Fortsetzung: Hagen wählt weiter schwarz. Für CDU-Fraktionschef Aloys Grba eine positive Quittung für die Arbeit seiner Fraktion, das habe sich auch schon bei den Diskussionsveranstaltungen gezeigt. „Wir sind sehr gut zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte Grba. Als positive Faktoren nannte er die Verjüngung in der Fraktion („Aber man darf auch die ältere Generation nicht vergessen.“) und die starke Wahlbeteiligung. „Heute morgen waren die Wahllokale voll, und heute um halb sechs auch wieder. Das habe ich so noch nie erlebt.“

Im Zwischenergebnis verlor die SPD fast sieben Prozent der Stimmen. „Ein enttäuschendes Ergebnis“, sagte Dieter Eickholt. Einziger Lichtblick: Vieles deutete darauf hin, dass der Noch-Bürgermeister trotz eines hinteren Listenplatzes in den Rat einzog.

Im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis konnten die Hagener Grünen nicht so deutlich zulegen. Dennoch deutete vieles darauf hin, dass grüne Ratsarbeit bald Familiensache ist. Denn neben Georg Hehemann könnte bei sechs Prozent seine Frau Karin einziehen.

Die FDP könnte dem Zwischenergebnis zufolge trotz schlechter Presse aus der Hauptstadt ihren Stimmenanteil von 2,8 Prozent aus 2006 auf gut drei Prozent erhöhen. Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass sie weiterhin auf den einen Sitz im Rat kommt. Ihn wird erneut Eberhard Meier (68) einnehmen, der darüber natürlich sehr glücklich war. „Ich war selber gespannt, denn wir haben den Wahlkampf diesmal anders geführt.“ Keine Kleinplakate, keine Rosen, Äpfel und sonstiges, dafür aber drei große Tafeln. Geschadet scheint es nicht zu haben.