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Wissenschaftsministerin Johanna Wanka in Gellenbeck Mühle soll bald Strom liefern

Von Henning Müller-Detert | 08.09.2011, 15:20 Uhr

Vor gut 20 Jahren schloss der Verein zur Erhaltung der Gellenbecker Mühle die Restaurierung an dem historischen Bauwerk ab. Nun soll mit der Stromerzeugung durch Wasserkraft das nächste Ziel erreicht werden. Die Initiatoren hoffen auf prominente Unterstützung: Gestern besuchte Kulturministerin Johanna Wanka die Mühle.

Die CDU Hagen hatte die Landespolitikerin eingeladen. Vor Ort waren auch Ralf Obermeyer von Obermeyer Maschinenbau sowie Helmut Eicker, Vorstandsvorsitzender des Energieversorgers Teutoburger Energie Netzwerk (TEN). Sie haben ein Konzept erarbeitet, wie die „blaue Energie“ gewonnen werden kann. Zwei Ziele verfolgen die Partner vornehmlich, verdeutlichte der CDU-Bürgermeisterkandidat Peter Gausmann: Durch die Stromeinspeisung würde der Verein eine „nachhaltige Einnahmemöglichkeit“ erhalten. Darüber hinaus besuchen regelmäßig Schulklassen die Mühle, denen anschaulich die Erzeugung erneuerbarer Energien demonstriert werden kann.

Bleibt die Frage der Finanzierung: Rund 20000 Euro wird die Technik kosten. Hier hofft der Vereinsvorsitzende Gerold Bölts auf Mittel aus Fördertöpfen. Aus dem Denkmalschutz können die Gelder allerdings nicht fließen, sagte Wanka. Ihrer Meinung nach ist aber denkbar, dass Stiftungen oder das niedersächsische Umweltministerium einsteigen könnten. Eicker sagte zudem zu, dass die TEN Mittel beisteuern wird. Die Partner hoffen, dass die Einspeisevergütung bei mehr als 2000 Euro jährlich liegen wird. Mit dem gewonnenen Strom könnten etwa vier bis fünf Haushalte versorgt werden.