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Windenergie aus der Region Hasberger Rat für Beteiligung an Windenergie Holding

Von Kathrin Pohlmann | 12.07.2014, 13:00 Uhr

Der Rat in Hasbergen hat sich am Donnerstagabend einstimmig für eine Beteiligung an dem Erneuerbare-Energien-Projekt Wehlos (Windenergie Holding Landkreis Osnabrück GmbH und Co KG) des Landkreises ausgesprochen.

Die Nachbargemeinde Hagen hat es bereits im Mai vorgemacht, nun zieht Hasbergen nach. Es geht um das Thema Windenergie und die Beteiligung am geplanten Energiewende-Projekt Wehlos des Landkreises. Im Rat der Gemeinde stand das Thema auf der Tagesordnung, und die Vertreter aller Fraktionen sprachen sich dafür aus, das Projekt zu unterstützen. Damit veranlasst die Gemeinde, dass die Stadtwerke Lengerich (SWL) sich stellvertretend für Hasbergen, genauso wie Hagen, mit sechs Prozent beteiligen.

Es gab aber auch kritische Stimmen. So wurde bemängelt, dass es vom Landkreis noch keine vernünftige Vorlage gebe, die das Projekt transparent mache. „Alle Risiken wurden berechnet. Eine hundertprozentige Garantie hat man nie“, sagte Martin Schnitzler, Geschäftsführer der Stadtwerke Lengerich. Der Beschluss im Rat ist notwendig, da sich die SWL ohne eine Zustimmung der Gremien der Mitgliedskommunen nicht an der Wehlos-Gesellschaft beteiligen kann . Zwar gibt es in Hasbergen keine ausgewiesenen Standortflächen für Windkraftanlagen. Doch neben den Kommunen können sich auch die Energieversorger der Region an dem Projekt beteiligen – mit verhältnismäßig geringem Risiko.

Darüber hinaus ging es im Rat um die künftige Organisation des Personalausschusses. „Wir brauchen keinen eigenen Personalausschuss. Wir möchten, dass er in den Finanzausschuss eingegliedert wird“, begründete SPD-Fraktionsvorsitzender Hardy Fischer den Antrag, dass die Personalangelegenheiten künftig dem Personalausschuss zugeordnet werden. Er erhält dann die Bezeichnung Ausschuss für Finanzen und Personalangelegenheiten. Letztere werden aber weiter nicht öffentlich behandelt werden. Die SPD-Fraktion möchte damit erreichen, dass Personalangelegenheiten künftig in einem Ausschuss entschieden werden, der die Ratsverhältnisse widerspiegelt. „Die bisherige Regelung, diese Angelegenheiten im Verwaltungsausschuss zu klären, hat sich bewährt. Warum soll das jetzt geändert werden? “, erwiderte Sönke Siegmann (CDU). Am Ende sprach sich die Mehrheit im Rat für den Beschluss aus.

Zudem ging es um einen internen Kredit für die Gemeindewerke Hasbergen. „Der Vorteil ist, dass die Gemeindewerke den Kredit zu niedrigen Zinsen bekommen und die Gemeinde höhere Zinsen als am Kapitalmarkt erzielt“, sagte der Finanzausschussvorsitzende Robert Schirmbeck (CDU). Bei einer Gegenstimme stimmte der Rat für den internen Kredit.