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Wahlveranstaltung im Martinusheim Hagener Kandidaten stellen sich Fragen der Jugendlichen

Von Danica Pieper | 08.09.2011, 13:26 Uhr

Unter dem Motto „Jugend wählt – ran an den Speck!“ laden der Hagener Jugendpfleger Sven Benkendorf und die Christliche Arbeiterjugend Jugendliche ein, sich über die anstehenden Wahlen zu informieren und den teilnehmenden Parteien sowie den Bürgermeisterkandidaten auf den Zahn zu fühlen.

Zunächst jedoch erklären die Veranstalter Grundlagen wie „Wer oder was wird gewählt?“, „Wie viele Stimmen habe ich?“ und „Wie sieht ein Wahlzettel aus?“, bevor die Teilnehmer die Möglichkeit haben, mit je bis zu fünf Vertretern von CDU, SPD, FDP und Grünen sowie den beiden Bürgermeisterkandidaten Peter Gausmann und Reinhard Wittke zu sprechen.

Dabei war es den Organisatoren wichtig, dass die Veranstaltung speziell auf junge Menschen, insbesondere Erstwähler, ausgerichtet ist. Unter keinen Umständen wollte man eine weitere, womöglich langweilige Podiumsdiskussion. Heraus kam stattdessen ein sogenanntes „rollendes Plenum“, eine Art politisches Speed-Dating: Je ein Raum wird einer Partei bzw. einem Bürgermeisterkandidaten zugewiesen, während die Jugendlichen in sechs Gruppen aufgeteilt werden. Jede Gruppe verbringt 15 Minuten in einem Raum, bevor sie in den nächsten weiterzieht, sodass nach 90 Minuten jede Gruppe mit allen Kandidaten gesprochen hat.

Ehemalige Kommunalpraktikanten wie Kai Riesener (16) und Jan Kasselmann (15) haben für die Fragerunde einen „Bewerberbogen“ mit verschiedenen Fragen erstellt, zum Beispiel was die Partei ausmacht und warum Jugendliche diese wählen sollten oder worin die Bürgermeisterkandidaten ihre Stärken und Schwächen sehen. Außerdem haben die Jugendlichen die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen.

Die teilnehmenden Politiker waren gleich von der Idee begeistert. Nur die Idee einer Vorabwahl nach der Fragerunde stieß auf Ablehnung – zu groß war die Angst, dass das Ergebnis vor der Wahl die Runde macht und andere Jungwähler beeinflusst. Stattdessen gibt es zum Abschluss eine informelle Feedbackrunde, in der die Wähler den Politikern mitteilen können, was ihnen gefallen hat und was nicht.

Beginn der Veranstaltung ist am Freitag um 17 Uhr.