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Nikolaus seit 40 Jahren dabei Hagener Nussknackermarkt: Betreiber sind zufrieden

Von Danica Pieper | 29.11.2015, 19:55 Uhr

Auch wenn das Wetter alles andere als weihnachtlich war: Viele Hagener ließen sich einen Besuch des Nussknackermarkts nicht nehmen. Auf dem festlich geschmückten Gibbenhoff lockten diverse Vereine mit adventlichen Leckereien oder zeigten ihre Künste auf der Aktionsbühne. Daneben verzeichnete der Nussknackermarkt ein ganz besonderes Jubiläum: Seit 40 Jahren mimt Johannes Blömer dort den Nikolaus.

Wenn Johannes Blömer auf dem Hagener Nussknackermarkt auftaucht, dann beginnen Kinderaugen zu strahlen. Seit 40 Jahren schlüpft Blömer in die Rolle des Nikolaus, der die kleinen Besucher mit Süßigkeiten und Clementinen beglückt. Nun gehörte er einmal selbst zu den Beschenkten: Bürgermeister Peter Gausmann überreichte Blömer ein Präsentpaket, um ihm für seine lange Tätigkeit als Hagener Nikolaus zu danken. „In all den Jahren bist du nie ausgefallen“, so Gausmann.

Nikolaus will noch mindestens zehn Jahre weiter machen

Einen Lieblingsmoment aus den letzten 40 Jahren hatte Blömer nicht. Es sei immer wieder schön, vor den Kindern zu stehen. Besonders amüsant findet er es, wenn er die Kleinen fragt, warum sie nicht ihr Zimmer aufgeräumt haben und diese mit einem erstaunten „Woher weißt du das?“ antworten. „Auf 90 Prozent der Kinder trifft das immer zu“, meinte der Nikolausdarsteller schmunzelt. Zimmer aufgeräumt oder nicht – etwas Süßes und ein paar warme Worte hat er für jedes Kind. Auch in Zukunft will Blömer dem Nussknackermarkt treu bleiben: „Ich bin jetzt 78, die 50 Jahre möchte ich noch vollmachen.“

Schüler verkaufen Selbstgemachtes

Auch wenn es insbesondere am Sonntag statt „Leise rieselt der Schnee“ eher „laut prasselt der Regen“ hieß, zogen Budenbetreiber und Veranstalter ein positives Fazit. „Sicher könnte das Wetter besser sein, aber aus Sicht der Schülerfirmen sind wir sehr zufrieden“, meinte Oberschulleiter Simon Borgers. Die Schüler verkauften unter anderem selbstgemachten Pralinen und Lebkuchenhäuser sowie Honig aus Hagens Partnergemeinde Barczewo, mit der die Oberschule seit 20 Jahren einen Schüleraustauch pflegt.

Lockere Atmosphäre

Markus Huning, Torben Tiedeken und Daniel Flaspöhler von der Musikkapelle Hagen verkauften heiße Getränke und Poffertjes, sowie Kekse, die am Sonntag jedoch bereits ausverkauft waren. Den Erlös steckt die Kapelle unter anderem in neue Noten und Instrumente. Gerade, dass so viele Vereine an dem Nussknackermarkt teilnehmen, macht für die drei Männer den Reiz der Veranstaltung aus. „In Osnabrück sind ja viele Professionelle. Hier ist es lockerer und die Preise sind angenehm“, meinte Huning. „Und man kennt viele Leute“, ergänzte Flaspöhler.

Bühnenprogramm soll erweitert werden

Auch Klaus Dieter Hoyer von der Aktionsgemeinschaft Nussknackermarkt zog ein positives Fazit: „Alle sind gut zufrieden.“ Sicher könne man den Markt noch vergrößern, aber man dürfe nicht vergessen, dass die Buden zum größten Teil von Ehrenamtlichen betrieben werden: „Aber das ist ja das Tolle hier in Hagen.“ Für das nächste Jahr hofft Hoyer, das Bühnenprogramm neben den Auftritten von Tanz- und Musikgruppen etwa um plattdeutsche Lesungen erweitern zu können: „Da sind allerdings die Vereine gefragt.“