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Lob der Freundschaft Chöre des Sängerkreises Hüggel singen in Hagen

Von Danica Pieper | 19.11.2015, 14:39 Uhr

Dass es bei einem Konzert fast so viele Sänger wie Zuhörer gibt, erlebt man auch nicht alle Tage: Gleich sechs Chöre aus der Region trafen sich in der Ehemaligen Kirche in Hagen zum Freundschaftskonzert. Gastgeber der abwechslungsreichen Veranstaltung war der Männergesangsverein aus Sudenfeld.

Die Chöre des Sängerkreises Hüggel versuchten alle zwei Jahre, sich zum gemeinsamen Singen zu treffen, wie Hermann Buller vom MGV Sudenfeld erklärte. Nachdem der Kreis zuletzt in Hasbergen zusammen kam, hatten die Sudenfelder ihre benachbarten Chöre diesmal in die Ehemalige Kirche eingeladen. Es sei nicht leicht gewesen, das Konzert angesichts der Terroranschläge von Paris auf die Beine zu stellen, so Buller. Andererseits sei Musik ein Botschafter für Frieden und Freundschaft. „Wir hoffen, diesen Tag der Trauer mit Gesang zu überwinden“, meinte der MGV-Vorsitzende Martin Dierker.

Im Zeichen der Freundschaft

Passend dazu begannen die Sudenfelder ihren Auftritt mit „Seid gegrüßt“ von Franz-Josef Otten. „Uns mit Liedern zu erfreuen, dazu treffen wir uns gern“, hieß eine der Zeilen, die auch gut als Motto der Veranstaltung hätte dienen können. Während die Gastgeber das Konzert kräftig und beschwingt eröffneten, widmete sich der Gemischte Chor Gaste-Hasbergen mit Liedern wie dem andächtigen „Herr, gib uns Frieden“ von Horst Best eher den ruhigeren Tönen.

Publikum liebt es humorvoll

Gewohnt erstklassig war der Auftritt des Gemischten Chors Harderberg, der nicht nur hervorragend sang, sondern auch den Inhalt seiner Lieder – darunter ein Udo-Jürgens-Medley – mit den passenden Gesten umsetzte. Auch der Männerchor Hagen und die Chorgemeinschaft Gaste-Hasbergen zeigten sich in Topform. Nachdem der Männerchor mit „Ich bete an die Macht der Liebe“ ruhig begonnen hatte, verzückte er das Publikum mit seiner augenzwinkernden Interpretation von „Mit ‚nem kleenen Stückchen Glück“ aus dem Musical „My Fair Lady“. Die Männer aus Gaste-Hasbergen bewiesen ebenfalls Humor und begeisterten mit „Der Hahn von Onkel Giacometo“ die Zuhörer – Gackern inklusive.

Gastverein aus Lengerich

Kein Chor, aber nicht minder beliebt waren Bernd Niehenke und Klaus Gausmann alias die „Plattmakers“, die das Publikum mit Tex-Mex-Musik und humorvollen plattdeutschen Texten unterhielten. Als Gastverein hatten die Sudenfelder den MGV Heimatklang Settel aus Lengerich eingeladen, die die Zuhörer in die USA entführten, etwa mit dem Sinatra-Klassiker „New York, New York“ und „Irgendwo und irgendwann“ aus dem Musical „West Side Story“.

Zum Abschluss sangen alle Chöre gemeinsam „Klinge, Lied, lange nach“ – in der Hoffnung, dass das Konzert den Gästen in Erinnerung bleiben möge, so Dierker. Das wird es dank des bunten Programms und der engagierten Performance aller Beteiligten mit Sicherheit.