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Letzte Hagener Ratssitzung vor Ferien Ab September wird Niedermarker Baugebiet erschlossen

Von Wolfgang Elbers | 15.06.2016, 18:01 Uhr

Der Beschluss des Bebauungsplans für das Niedermarker „Baugebiet Östlich Görmannstraße Teil IV“ dürfte aus Bürgersicht am Donnerstag ab 19 Uhr der interessanteste Punkt auf der Tagesordnung der letzten Sitzung des Hagener Gemeinderates vor der Sommerpause sein.

Zu den weiteren Beratungspunkten zählt die neue Rahmenvereinbarung zum sogenannten „Hagener Modell“ – der Zusammenarbeit bei der Jugendpflege mit den beiden katholischen Kirchengemeinden hinsichtlich der Jugendzentren. Außerdem geht es um den Abschluss eines neuen Konzessionsvertrages für die Gasversorgung im Gemeindegebiet oder die finanzielle Beteiligung Hagens am kreisweiten Breitbandausbau in bisher unterversorgten Gebieten unter der Regie des Landkreises.

Geplanter Baubeginn: April 2017

Das neue Baugebiet in der Niedermark sieht 43 Erbpacht-Flächen und zwei Kaufgrundstück vor. Nach Auslegung der Pläne und Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange kann der Rat jetzt den Satzungsbeschluss fassen. Die Gemeinde will zeitnah mit der Vermarktung beginnen und Kontakt mit den mehr als 200 Interessenten aufnehmen, die aktuell auf der „Baubewerberliste“ der Gemeinde verzeichnet sind.

Derzeitige Zeitplanung ist, noch im September mit den Erschließungsarbeiten zu beginnen und diese bis März kommenden Jahres abzuschließen. Baubeginn könnte dann im April 2017 sein.

Die Überarbeitung des bestehenden „Hagener Modells“ zur Jugendpflege beschäftigt Gemeindeverwaltung und Kirchengemeinden bereits seit rund zweieinhalb Jahren. Auslöser ist hier der gegebene Sanierungsbedarf des Jugendzentrums Martinusheim gewesen. Jetzt müssen zeitnah die beide Jugendpfleger-Stellen neu ausgeschrieben werden, da Tanja Günther (Niedermark) und Sven Benkendorf (Martinusheim) gekündigt haben, um ab Juli neue berufliche Herausforderungen beim Bistum anzutreten.

Die Rahmenvereinbarung, die am Donnerstag dem Rat zur Zustimmung vorliegt, sieht die Fortsetzung des Konzepts und regelt die Finanzierung der Stellen durch die Gemeinde. Gleichzeitig gibt es noch ein Papier „Arbeitsbereiche der Jugendpflege“, das die künftigen inhaltlichen Schwerpunkte regelt sowie fortlaufend weiterentwickelt wird und in den Zuständigkeitsbereich des Familienausschusses fällt.