Ein Artikel der Redaktion

Kosten von 435000 Euro Zweite Krippengruppe für Gellenbecker Kita St. Marien

Von Danica Pieper | 03.12.2015, 17:46 Uhr

Schon im Frühjahr könnten die Bauarbeiten beginnen: Der Hagener Familienausschuss sprach sich jetzt einstimmig dafür aus, eine neue Krippengruppe in der Gellenbecker Kita St. Marien einzurichten. Die Kosten für den Anbau liegen nach bisheriger Planung bei 435000 Euro.

Ursprünglich hatten die Mitglieder von Rat und Verwaltung überlegt, eine Krippe an den Franziskus-Kindergarten anzubauen. Aufgrund des begrenzten Platzes entschied man sich jedoch dafür, die Einrichtung einer zweiten Krippengruppe in der Kindertagesstätte St. Marien zu prüfen. Vor gut drei Jahren war hier bereits ein Krippenbereich entstanden, nun stellte Architekt Detlef Igelbrink im Ausschuss für Familien, Sport, Kultur und Tourismus die Pläne für den Anbau vor.

Raumaufteilung

Dieser soll sich im Süden an Garderobe und Waschraum anschließen. Neben dem Waschraum soll ein Ruheraum entstehen. Südlich von Garderobe, Wasch- und Ruheraum ist ein Flur geplant, der an seinem östlichen Ende in einen neuen, multifunktionalen Intensivraum plus Abstellraum führt. An der Südseite des Flurs schließen sich der Gruppenraum, sowie ein zweiter Ruhe- und ein zweiter Waschraum an.

Der Flur kann von der Außenspielfläche aus betreten werden. Igelbrink empfahl hier im Eingangsbereich die Einrichtung einer Schmutzschleuse: „So wird der Dreck von draußen nicht in die Gruppen hineingetragen.“

Baubeginn im April?

Die Gesamtkosten liegen nach bisheriger Planung bei 435000 Euro, davon übernehmen Bund und Land 180000 und die Gemeinde Hagen 185000 Euro. Weitere 30000 Euro soll das Bistum Osnabrück beisteuern, 40000 Euro werden aus der Baurücklage entnommen.

Eigentümer des Gebäudes ist die katholische Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt. Deren Kirchenvorstand hat bereits Zustimmung zu den Plänen signalisiert. Fachdienstleiter Markus Hestermeyer erklärte, dass man die Fördermittel von Bund und Land vorsorglich bereits beantragt habe und diese auch bewilligt worden seien. Einzig die Rückmeldung des Bistums stehe noch aus. Hestermeyer hofft, dass im April mit den Bauarbeiten begonnen werden kann: „Dann wären wir zeitnah nach den Sommerferien fertig.“

Franziskus-Kindergarten soll renoviert werden

Die Ausschussmitglieder zeigten sich von den Plänen begeistert und votierten einstimmig für die Erweiterung der Kindertagesstätte. Sowohl CDU als aus SPD mahnten jedoch an, darüber nicht die notwendige Renovierung des Franziskus-Kindergartens zu vergessen. „Der Franziskus-Kindergarten muss umgebaut werden“, bekräftigte Ilka Pötter (CDU). Uwe Sprehe (SPD) regte an, die Renovierung für 2017 ins Auge zu fassen: „Wir sollten das nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag aufschieben.“

Zuschuss für Melanchthongemeinde

Daneben einigte sich der Ausschuss darauf, der evangelisch-lutherischen Melanchthongemeinde einen Zuschuss von 9800 Euro zu gewähren, damit diese die Beleuchtung austauschen und bruchsichere Spiegel anschaffen kann. Die Landesunfallkasse Niedersachsen hatte im vergangenen Jahr mehrere Sicherheitsmängel festgestellt, die die Gemeinde zum größten Teil bereits beseitigt und dafür 21600 Euro investiert hat. Nun seien die finanziellen Mittel allerdings erschöpft.

Pflanzung von Obstwiesen soll gefördert werden

Kein Beschluss wurde über den Antrag von Heimatverein und AG Natur und Umwelt gefällt. Diese plädieren dafür, dass die Gemeinde für die Anpflanzung von Obstwiesen zukünftig einen Zuschuss von 20 Euro pro hochstämmigem Obstbaum zahlt, sofern mindestens fünf Bäume angepflanzt werden. Die Mitglieder begrüßten den Antrag, Klaus Herkenhoff (CDU) regte jedoch an, dass die Verwaltung diesbezüglich zunächst eine Richtlinie erstellt. Die Abstimmung über den Antrag wurde daher auf die nächste Sitzung im Januar verschoben.