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Hagener Wanderung mit Petrus, Noah und Maria Familienbibelwandertag der katholischen Gemeinden Hagen

Von Ullrich Schellhaas | 19.09.2011, 12:27 Uhr

Echte Wanderfreunde würden wohl bei einer Wegstrecke von nicht einmal fünf Kilometern die Nase rümpfen. Doch beim Familienbibelwandertag der katholischen Gemeinden Maria Himmelfahrt Gellenbeck und St. Martinus Hagen ging es ja auch nicht um die Streckenlänge, sondern um das Kennenlernen von Gemeindemitgliedern und um das gemeinsame Erleben von biblischen Weggefährten.

Knapp 50 Menschen aus drei Generationen standen gestern gegen 14.30 Uhr an einem Waldweg nahe der Sportanlage „Am Stern“ in Hagen und muhten, miauten, iahten oder wieherten. Fragend sahen sie sich dabei an, und wenn ein anderer Mensch ein anderes Tier imitierte, dann gingen sie weiter, um weitere Vierbeiner-Nachmacher der eigenen Gattung zu finden. Klingt erst einmal komisch – machte den Menschen aber wirklich viel Spaß.

Natürlich ging des bei der Station nicht um das möglichst fachgerechte Nachahmen tierischer Gefährten, sondern um die Bibel. Zuvor hatten die Teilnehmer nämlich einen Abschnitt aus der Geschichte von Noah und der Arche gehört – das Suchen der zugehörigen Tiere ließ die Menschen dann spielerisch nacherleben, dass Noah von Gott gehalten war, jeweils ein Männchen und ein Weibchen jeder Gattung vor der Sintflut zu retten und auf die Arche zu bringen.

„Es soll einfach nur Spaß machen“, sagte Schwester Maria Cariessa, Gemeindereferentin von Maria Himmelfahrt und Mitorganisatorin der eher ungewöhnlichen Wanderung, die auch von Andrea Puke, der Gemeindereferentin von St. Martinus, und weiteren Helfern des Ausschusses Glaubensverkündung mit vorbereitet wurde. Die Wanderung mit der Bibel im Rucksack fand nach 2006, 2008 und 2009 nun zum vierten Mal statt. Sie ging in der aktuellen Auflage von Gellenbeck nach Hagen – in der Vergangenheit stand auch schon die umgekehrte Richtung auf dem Wanderplan. Gleich zur Begrüßung – passend zu einer Bibelstelle aus dem Buch Jesaja, in der sich Gott vorstellte – bastelten alle Teilnehmer Namensschilder. Und an einer Station, bei der der Bibeltext um Petrus ging, machten die Wanderer von sieben bis 77 Jahren einen Eierlauf mit Steinen statt Eiern. Schließlich ist Petrus laut Heiliger Schrift der Fels, auf dem der Allmächtige seine Kirche aufbaute.