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Eine Reise in die Vergangenheit Osnabrücker Jugendchor feiert 40-jähriges Jubiläum

Von Tom Bullmann | 20.07.2014, 19:57 Uhr

Ein Riesenfest zum Jubiläum: Alle Mitglieder des Osnabrücker Jugendchores (OJC) feierten mit Ehemaligen und Freunden das 40-jährige Jubiläum des international angesehenen Chores.

Ein Riesenfest zum Jubiläum: Alle Mitglieder des Osnabrücker Jugendchores (OJC) feierten mit vielen Ehemaligen und Freunden rund um den Domchorkotten in Hagen das 40-jährige Jubiläum des international angesehenen Chores.

„Schau mal, das bist du doch“, ruft Gabi Krabbe ihrer Freundin zu. In der großen Fotoausstellung zum Jubiläum des Jugendchores hat sie Bilder aus der Gründungsphase in den 1970er-Jahren entdeckt, auf denen sie mit ihrer Freundin zu sehen ist. „Das war eine tolle Zeit: Das Zusammengehörigkeitsgefühl war großartig. Und dann die Reisen ins Ausland. Da sind viele Freundschaften entstanden“, erinnert sich die Osnabrückerin. Weil Krabbe, die mittlerweile im Domchor singt, diese Zeiten nicht missen will, ist sie auch zum großen Fest nach Hagen gekommen.

Im Waldstück vor dem Domchorkotten wird man schon von dezenten Klängen empfangen: Kyra Redeker musiziert mit ihrer Violine auf einer von drei Bühnen, auf denen ab dem frühen Nachmittag durchgängig Programm geboten wird. Die Domchorkinder starteten mit einem musikalischen Gruß um 15.30 Uhr, danach zeigen Jungendchormitglieder im „Hortus Musicus“, im „musikalischen Garten“, was sie können. „Ein halbes Jahr haben wir alle zusammen an der Organisation des Festes gearbeitet“, erklärt Clemens Breitschaft, der neue Domchordirektor, der die Leitung des Chors vor zwei Jahren von dessen Gründer Johannes Rahe übernommen hat. „Hannes“, wie der hier liebevoll genannt wird, ist natürlich auch vor Ort. Gerade dirigiert er das Blechbläser-Ensemble „Complesso di Ottoni“, das sich 1988 anlässlich eines Rom-Besuchs des OJC gegründet hatte. Jetzt spielen sie ihren Klassiker „The Arrival Of The Queen Of Sheba“ von Friedrich Händel, um sich später zu einer Prozession zu formieren. Von der Waldbühne aus marschieren sie zum großen Zelt, in dem zuvor „Die Draufsänger“ aufgetreten sind. Die A-cappella-Truppe firmierte früher unter dem Namen Bon Timbre und ist ebenfalls aus dem Umfeld des Domchores hervorgegangen.

Nach den vielen Darbietungen im musikalischen Garten versammeln sich alle aktiven, aber auch ehemalige Sänger und Gäste im Zelt zum großen Finale. 21 Werke, alles Standards aus 40 Jahren OJC, stehen auf dem Programm. Es wird geulkt, viel gelacht – und voller Hingabe gesungen. Man spürt, warum der Chor internationales Renommee erlangte.

Ein wenig abseits stehend, beobachten Eva und Stefan Uthmann das Geschehen, schwelgen in Erinnerungen: 1980 haben sie sich als Mitglieder des Chores kennengelernt, im Domchorkotten sogar ein bisschen näher. Jetzt sind sie seit 32 Jahren zusammen, sind verheiratet, haben Kinder…