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Camping in der Heimat Jungenlager Hagen: Zelte am Schultenholz stehen

Von Markus Strothmann, Markus Strothmann | 30.06.2016, 23:14 Uhr

Der Zeltplatz des Hagener Jungenzeltlagers im Emsland ging vergangene Woche in Regen, Blitz und Donner unter. Der Schaden lässt sich noch nicht genau beziffern, aber zur Freude aller Teilnehmer ist das Alternativprogramm in vollem Gange.

Das Unwetter am vergangenen Donnerstag war so heftig, dass die Gruppenleiter währenddessen kaum etwas unternehmen konnten. „Du konntest der Radde beim Steigen zugucken“, so Sven Bensmann von der Lagerleitung über den Westerloher Grenzfluss, der alles unter Wasser setze. „Wir haben natürlich am Verteilerbrett alles abgeschaltet und die Starkstromleitung zum benachbarten Bauernhof ausgesteckt. Aber elektrische Geräte wie zum Beispiel die Kühlschränke sind kaputtgegangen. Wie hoch der Schaden ist, können wir noch nicht konkret sagen.“ Die Versicherung der Ausrüstung läuft über die Gemeinde Sankt Martinus.

Alles noch da

Der Zeltplatz ist auch eine Woche nach dem Unwetter noch völlig verschlammt. Die Befürchtung, dass das Wasser beim Abfließen Teile der Ausrüstung mitreißen könnte, hat sich aber zum Glück nicht bestätigt. Nass und dreckig wurde zwar fast alles, und einiges ist kaputt, „aber wenigstens ist größtenteils alles noch da“, sagt Sven Bensmann. Sperrige Teile der Ausrüstung befinden sich teilweise immer noch auf dem Zeltplatz, unter anderem die Dixieklos. Denen dürfte das Wasser nicht viel ausgemacht haben, und was Dreck angeht sind sie auch Schlimmeres gewöhnt als ein bisschen Matsch.

Besuch nicht erwünscht

Statt in Westerloh schlägt die rund 200 Mann starke Truppe ihre Zelte am Hagener Schultenholz auf. Der Aufbau begann am Donnerstagabend. „Es ist ganz stark, dass die Gemeinde uns das erlaubt hat, absolut kurzfristig und ohne große Auflagen“, so Sven Bensmann. Wegen der unfreiwilligen Nähe zum heimischen Herd hat die Lagerleitung eine große Bitte an Verwandte, Freunde und Bekannte: „Wir möchten da oben auf keinen Fall Besucher haben, auch keine Eltern, die nach ihren Kindern gucken wollen. Wir machen ein richtiges Zeltlager, auch wenn es nur drei Tage in Hagen sind.“ Das Lager sieht allerdings etwas anders aus als der abgesoffene Vorgänger: wegen Zeit- und Materialmangel besteht es ausschließlich aus Steilwandzelten von Zeltlager Gellenbeck, Freiwilliger Feuerwehr Hagen und DRK. Die ursprünglichen Zelte hängen bei den Bauern Tillmann und Völler in Hagen.

Schloss Dankern mit 197 Mann

Ihren Ausflug nach Schloss Dankern zog die Zeltlagerjugend wie geplant am Donnerstag durch. 197 Nasen gönnten sich einen Tag lang das volle Spaßprogramm. Am Wochenende stehen weitere Highlights an: Geländespiel, Fantasyspiel und das Fußballmatch Gruppenleiter versus „Kurze“.