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Bis Freitag Zeit zum Aufbauen Vortrupp des Hagener Jungenzeltlagers startet ins Emsland

Von Markus Strothmann, Markus Strothmann | 20.06.2016, 21:59 Uhr

Vom 24. Juni bis zum 4. Juli dauert das Hagener Jungenzeltlager. Für die Gruppenleiter ging es schon früher los: Am Montag hieß es am Martinusheim packen, packen, packen und dann Abfahrt Richtung Westerloh bei Haselünne.

Die gesamte Ausrüstung lagert übers Jahr auf dem Dachboden des Martinusheims, ein ganzer Berg von Möbeln, Kisten und wichtigem Kram, und vor der Abfahrt muss erstmal alles runter in den Container. Mit über 40 Mann war der Großeinsatz in knapp zwei Stunden gewuppt. So viel Unterstützung wünscht man sich für den eigenen Umzug. „Und so viel Platz im Container auch“, sagte Gruppenleiter Janis Petersmann. Sein größtes Problem zur Zeit: „Ich muss noch bis Freitag hierbleiben, Klausuren schreiben. Jetzt gleich wieder nach Hause zu gehen, statt mitzufahren ist echt schlimm.“

Lange Vorbereitungsphase

Seit Januar haben die „Großen“ in fünf Arbeitskreisen das Programm für die Kinder vorbereitet, haufenweise Spiele, Ausflüge und Aktionen geplant. „Ein Highlight ist immer der Ausflug nach Schloss Dankern“, so Jonas Igelbrink, mit 27 Jahren ältestes Mitglied der Lagerleitung („Lalei“). Auf den Tag in Schloss Dankern freuen sich mit Sicherheit nicht nur die Kinder. Wenn das Wetter passt, geht es an den Sonntagen ins Freibad nach Haselünne. Wenn es nicht passt, wird aber trotzdem gebadet: dann eben im Hallenbad in Cloppenburg.

Geländespiel, Fantasyspiel, Tagesstationslauf („TSL“) über zwölf Kilometer: Die Kids werden nicht nur eine Menge Spaß haben, sondern auch leicht in den Schlaf kommen nach dem Absolvieren des jeweiligen Tagesprogramms. Eigene Fußballtore sind auch am Start; über die gesamte Dauer des Zeltlagers läuft die Lagermeisterschaft.

Fußball gucken muss sein

Apropos Fußball: Es geht zwar raus in die Natur, aber ein wichtiges Zugeständnis an das zivilisierte Leben gönnt die Lagerleitung sich und den Teilnehmern – schließlich ist gerade Europameisterschaft. Jonas Igelbrink: „Wir nehmen eine Satellitenschüssel und einen Receiver mit, damit wir die Deutschlandspiele auf Leinwand gucken können. Das kann man den Leuten ja nicht vorenthalten.“ Den nötigen Strom bezieht das Zeltlager von einem benachbarten Bauern. Für alle Fälle ist noch ein Notstromaggregat („Möppel“) im Gepäck.

Insgesamt 201 Personen fahren mit: 143 Kinder und 45 Gruppenleiter, dazu 5 Köchinnen, 2 Hauptamtliche und die 6 Lagerleiter. Um Menschen, Verpflegung und die Ausrüstung unterzubringen, braucht es 30 bis 35 Zelte.

„Kein Selbstläufer“

201 Mitfahrer also, eine stolze Zahl. Die bestbesuchten Zeltlager fanden bis jetzt immer in Westerloh statt: 2009 fuhren ebenfalls 143 Kinder mit, 2011 hält den Rekord mit 145. „Das ist kein Selbstläufer, man muss was dafür tun“, so Jonas Igelbrink, „bei vielen andere Zeltlagern werden die Teilnehmer weniger. Wir machen viel dafür, dass es bei uns so gut läuft.“ Das heißt: Werbung machen in Schulen und bei Jugendveranstaltungen. Die Hagener machen diesen Job offensichtlich gut. Parallel läuft noch das Zeltlager für die Mädchen mit ähnlich vielen Teilnehmern. Auch aus Hagen/Gellenbeck starten zwei große Gruppen in ihre eigenen Zeltlager.