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Abschied in die Weihnachtspause Weihnachtsspiel und Scheckübergabe an Hagener Grundschule

Von Barbara Müller | 21.12.2014, 18:31 Uhr

Das Krippenspiel ist schon lieb gewordene Tradition am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien an der St. Martinus- Grundschule in Tradition ist auch, im Anschluss an das Spiel in der Kirche den Erlös aus dem Verkauf der weihnachtlichen Eigenproduktionen an eine Einrichtung zu übergeben, die Kindern in Not hilft.

Durchaus zeitgemäß ließ Christine Altevogt, Jugendmusikschuldozentin und Pädagogische Mitarbeiterin der Hagener Grundschule, an diesem Vormittag in der neuen Kirche zwei Ausrufer das Weihnachtsgeschehen in Bethlehem miterleben. In diesem selbst geschriebenen Stück sollte der Lehrling von seinem Meister die Kunst der Verkündigung per Stimme lernen. Die Botschaft, die sie an diesem Tag in die Welt hinausschreien, ist der Aufruf von Kaiser Augustus an alle Untertanen, sich in der jeweiligen Heimatstadt registrieren zu lassen.

Dabei begegnen den beiden auch wiederholt Maria und Josef auf ihrer vergeblichen Herbergssuche. Der Ausruferlehrling, – souverän von Patrik Hagedorn gespielt – , spürt sofort, dass etwas Besonderes vor sich geht. Sein Meister, nicht weniger gekonnt von Anna Middelberg dargestellt, lässt das alles kalt, er zieht ein Schläfchen vor. Und dann nimmt das bekannte Geschehen seinen Lauf.

Christine Altevogts Arbeit sieht bei allen öffentlichen Auftritten für Grundschulchor und Flöten-Arbeitsgemeinschaft eine tragende Rolle vor. Auch in diesem Jahr wussten die kleinen Sänger und Instrumentalisten zu gefallen. Unbeschwert und von der Begeisterung ihrer Lehrerin mitgerissen, waren sie zudem ständig in Bewegung: Sie stampften mit den Füßen im Takt, drehten sich im Kreis oder zeigten sich gegenseitig den aufgehenden Stern. Ein Kompliment auch den Eltern: Bei der Ausstaffierung ihrer Kinder als Engel, Hirten oder heiligem Paar hatten sie Einfallsreichtum und Kreativität bewiesen.

Darsteller und Regisseurin präsentierten sich in der Kirche so selbstbewusst, dass auch einige Ausfälle, von Eltern und Zuschauern völlig unbemerkt, ohne Probleme kompensiert wurden. Christine Altevogt: „Inzwischen sind die Rollen so gut wie allen geläufig, sodass zum Beispiel auch ein Engel den erkrankten König aus dem Morgenland vertreten konnte.“ Donnender Applaus von allen kleinen und großen Besuchern dankte dem Ensemble für eine wirklich gelungene weihnachtliche Darbietung.

Die stolze Summe von 3200 Euro konnte Schulleiter Martin Hobelmann anschließend an Marie Bass von der Kinderkrebshilfe Münster übergeben. „Das habt ihr beim Martinsmarkt für eure weihnachtlichen Basteleien und gebackenen Köstlichkeiten eingenommen“, wandte sich Schulleiter Martin Hobelmann an die versammelte Schulgemeinde in der Aula der Grundschule, „jetzt hilft das Geld krebskranken Kindern, so wie ihr es gewollt habt.“

Ihre Einrichtung, so erklärte Marie Bass es den Kindern, verwendet die Spendengelder unter anderem für Nachsorgemaßnahmen: „Familien mit einem krebskranken Kind werden zum Beispiel Erholungsurlaube ermöglicht.“ Auch fördert die Einrichtung die Einstellung von Fachpersonal. „Wir haben außerdem eine Küche auf der Kinderkrebsstation eingerichtet, wo Eltern oder Schwestern das Lieblingsgericht ihrer kleinen Patienten zubereiten können.“