Strahlkraft und Lichterglanz Bewegendes Konzerterlebnis zwischen den Jahren in Hagen

Von Christoph Beyer

Ein stimmungsvolles und festliches Konzerterlebnis genossen die zahlreichen Zuschauer beim „Weihnachtssingen“ des Martinus-Chores, das in diesem Jahr unter dem Motto „Stern über Bethlehem“ stand. Foto: Christoph BeyerEin stimmungsvolles und festliches Konzerterlebnis genossen die zahlreichen Zuschauer beim „Weihnachtssingen“ des Martinus-Chores, das in diesem Jahr unter dem Motto „Stern über Bethlehem“ stand. Foto: Christoph Beyer

cby Hagen. Facettenreichen Klängen konnten die Zuhörer beim diesjährigen Weihnachtssingen des Martinus-Chores lauschen. „Stern über Bethlehem“ lautete das Konzertmotto, unter dem auch die Familie Berger und Kaplan Coffi Akakpo in der St. Martinus Kirche harmonische Melodien darboten.

Wer es am Freitagabend schaffte, kurz vor Konzertbeginn, noch einen der wenigen freien Plätze zu ergattern, dürfte von der stimmungsvollen Atmosphäre beeindruckt gewesen sein. Inmitten der dicht besetzten Besucherreihen flackerten Kerzen, Lichterketten leuchteten und auf der Bühne, neben dem großen Weihnachtsbaum, nahmen die über achtzig Sängerinnen und Sänger des Chores Aufstellung.

Roter Faden

Das Motiv der drei heiligen Könige, die, dem Stern folgend, zur Krippe im Stall in Bethlehem gelangten, zog sich wie ein roter Faden durch das Konzertprogramm. Es diente als vielseitige Metapher für die mal nachdenklichen, mal euphorisch-festlichen Stücke. Der Blick ins 22 Beiträge umfassende Programm zeigte die große Bandbreite an diesem Abend, bei dem auch das Publikum gesangliche Unterstützung leisten durfte, etwa zum passenden Auftaktstück „Stern über Bethlehem“.

Einheitliches Klangbild

Akzente setzen auch die begleitende Instrumentierung. Neben Klavier und Percussion kamen Akustikgitarre und Querflöte zum Einsatz. Zahlreiche Mikrofone inmitten des Chores sorgten zudem für ein einheitliches Klangbild. Technisch hochprofessionell präsentierte sich auch der Einsatz von Videoleinwänden, der es den an der Seite sitzenden Zuschauern ermöglichte, das Bühnengeschehen live mitzuerleben.

Musikalische Strahlkraft

Dass sich der Aufwand lohnte, bewies der Chor sogleich mit Stücken wie dem festlichen „Singt Gloria“ oder dem ruhigen „Geh, mein Kind.“ Publikum und Chor besangen danach bei „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ eindrucksvoll die „weite weiße Welt.“ Für einen von vielen Konzerthöhepunkten sorgte die Familie Berger, bei der Chorleiter Josef Berger nun selbst stimmlich hervortrat. Ihr fragendes „Sag mir, sag mir, Weihnachtsstern“ überzeugte nicht nur durch den fein aufeinander abgestimmten Gesang der Familienmitglieder, sondern auch durch die nachdenklich stimmenden Textpassagen. Musikalische Strahlkraft entfaltete auch ihr dargebotenes Stück „Weil du der Messias bist.“ Chor und Kaplan Coffi Akapo stimmten gemeinsam das festlich-beschwingte „Aluwasio“ an.

Spende für Armenküche

Aufgelockert wurden die musikalischen Beiträge von vorgetragenen Texten und einem Bildvortrag, der Einblicke in das Gemeindeleben im ostkasachischen Tscharsk lieferte. Neben imposanten Schneelandschaften und den damit verbundenen Herausforderungen kam dabei auch das harmonische Zusammenleben von Christen und Muslimen in der knapp 8000 Einwohner zählenden Stadt zur Sprache. Die Spenden an diesem Abend waren für die von Pfarrer Anton Berger in Tscharsk betriebenen Armenküche bestimmt.

Mit einem gemeinsam gesungenen „O Du fröhliche“ endete das bewegende Konzerterlebnis zwischen den Jahren.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN