Guter Entwicklungsraum Gellenbecker Krippenanbau offiziell eingeweiht


Hagen. Mit einer kleinen Feier wurden im katholischen St. Marien-Kindergarten Gellenbeck die neu angebauten Räumlichkeiten für die zweite Krippengruppe eingeweiht. Es entstanden ein heller Gruppen-, ein „kuscheliger“ Ruhe- und ein Sanitärraum, alles in allem, so Kirchenvorstand Wolfgang Konersmann von der Trägergemeinde Mariä Himmelfahrt, „guter Entwicklungsraum“ für eine christlich orientierte frühkindliche Persönlichkeitsförderung.

„Gott sei Dank!“ – mit einem Seufzer der Erleichterung und Dankbarkeit beendete der Projektleiter des Kirchenvorstands, Mario Witte, seine Ausführungen zur etwas längeren Baugeschichte der nun 30 Betreuungsplätze im „Zwergenland“. Denn die offizielle Einweihung fand mit Verzögerung statt, deutlich nach Ablauf der eigentlich von Juni bis September 2016 geplanten Bauphase.

Tatsächlich hatten die ersten Kinder die neue Krippengruppe „Glückspilze“ bereits – ganz wie geplant - im letzten Oktober bezogen. Jedoch hätten – nach Gesprächen mit der Kommune und dem Bistum - eine kostenintensivere Dachgestaltung, umfangreichere Entwässerungsmaßnahmen, eine erheblich aufwendigere Gestaltung der Außenanlagen und ein zusätzlicher Multifunktionsraum sowohl zu einer zeitlichen Verzögerung als auch zu einer Steigerung der Kosten geführt.

Insgesamt beliefen sich die Gesamtkosten des im August 2017 endgültig fertiggestellten Projekts auf 600402 Euro, die von der Gemeinde Hagen, dem Land Niedersachsen, dem Bistum Osnabrück und der Kirchengemeinde getragen werden. Dafür hat Architekt Detlef Igelbrink 236 Quadratmeter neuer Fläche gebaut und 60 Quadratmeter der vorhandenen, 2012 errichteten ersten Krippengruppe „Goldstücke“, umgestaltet. In Zusammenarbeit mit Innenarchitektin Sandra Wallenhorst entstanden lebendige Räume mit Durchblicken und Spielpodesten, die vielfältige Anregungen geben.

Pfarrer Josef Ahrens und der Pastor der Melanchthon-Gemeinde Stefan Wagner erbaten Gottes Segen für die neuen Räume und „für alle Menschen, die hier ein- und ausgehen“. Er verbinde weihnachtliche Empfindungen mit dem Begriff „Krippe“, so Ahrens, denn auch Jesus habe, als er Mensch geworden sei, zunächst in einer Krippe gelegen und dort die Fürsorge seiner Mutter Maria und seines Vaters Josefs erlebt. Die Kirchengemeinde wolle die Familien in der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder unterstützen. Das bedeute aber nicht, dass jedes Kind in die Krippe gehen müsse. „Die erste Krippe für jedes Kind steht in seiner Familie“, unterstrich der Pfarrer.

Dass es ein wenig weihnachtlich zuging, war auch die Intention von Bürgermeister Peter Gausmann, der den Kleinen ein großes Geschenkpaket mit einer Murmelbahn überbrachte. Es sei für Rat und Verwaltung eine „Herzensangelegenheit“, dass Hagen eine familiengerechte und familienfreundliche Gemeinde sei. Über die Hälfte der insgesamt 225 Hagener Kinder unter drei Jahren, nämlich 115 Mädchen und Jungen, werden nach seinen Worten in den fünf Kindergärten des Ortes und in der Tagespflege betreut.

Hinzu kommen noch Spielkreise für 45 Unter-Dreijährige. Ob diese gute Betreuungsquote Einfluss auf die steigende Geburtenrate hatte, ließ der Bürgermeister offen, aber er gab mit Freude bekannt, dass bis Ende Oktober bereits 105 junge Hagener geboren worden seien.


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