Rund um den Silberberg in Hagen Lob für Wanderrouten und Wissensquiz am Osnabrücker Wandertag

Von Stefan Buchholz


Hagen. „Auf zum Silberberg“ hieß die Streckenvorgabe des 41. Osnabrücker Wandertages, bei dem am Wahlsonntag rund 450 Menschen mitmachten. Junge und ältere, kleine und große Wanderfreunde kamen bei den zwei Touren durch das frühherbstliche Idyll voll auf ihre Kosten.

Aussuchen konnte man sich Routen von zehn und 14 Kilometer Länge, die der Heimatverein Hagen ausgearbeitet hatte. „Sie gingen zu 25 Prozent über Asphalt und den Rest über Wirtschaftswege und Pfade“, sagte Ludger Nobbe, der die Strecken ausgesucht und mit Vereinskollegen beschildert hatte. „Mitgeholfen haben auch die Landwirte, die nach dem Sturm vor zehn Tagen vorab noch einige Buchen aus dem Weg räumten“, zeigte sich Nobbe dankbar.

Top-Touren

Schon früh um 8 Uhr machten sich die Ersten vom Startpunkt an der Hagener Oberschule auf die da noch nebelumhüllten Wege. Eine Stunde später waren die ersten Familien vor Ort. „Wir sind Mitglieder im Heimatverein und wissen, dass immer Top-Touren angeboten werden“, sagte Claudia Wöhrmann, die zum ersten Mal beim Osnabrücker Wandertag mitmachte. Sie, die Kinder und eine befreundete Familie studierten kurz die Karte und marschierten los.

Damit es für die Kinder unterwegs spannend blieb, gab es an knapp 20 Stationen einige Rätsel zu lösen. Was bedeutet etwa der Name „Natrup“? lautete die Aufgabe an der zehnten Station. Fragezeichen standen in Lara Nümanns Augen. „Dann lesen wir uns mal durch, was auf der Tafel steht“, schlug Vater Frank Nümann vor. Und schon nach wenigen Zeilen konnte Lara auch an diese Ratestation einen Haken der Gewissheit machen: Nortrup meinte früher Nord-Dorf.

Wer übrigens alles richtig ausfüllte und im Ziel nicht vergaß, den Bogen in die Box zu werfen, der darf sich in den nächsten Tagen vielleicht über einen Geldpreis freuen. Die Neue Osnabrücker Zeitung spendierte als Ausrichter des Osnabrücker Wandertages als ersten Preis 50 Euro sowie dreimal je 25 Euro.

Wie Familie Nümann kam auch Familie Rosemann aus Bad Laer. „Wir sind sehr wanderaffin und sind im Urlaub auch gerne in den Bergen unterwegs“, verriet Mutter Nicole bei einem besonderen Halt am Hof Witte-Elixmann.

Schwarzspecht, Frettchen und Co.

Dort zeigte die Jägerschaft des Hegerings Hüggel Tiere, die durch Hagens Fauna streifen. Die knapp 30 ausgestopften Exemplare offenbarten nicht nur bei den Rosemann-Kindern manche Wissenslücke. Auch Erwachsene hatten Schwierigkeiten, Schwarzspecht, Frettchen und Co. eindeutig zu bestimmen.

Einige Kilometer weiter wurde es am „K2“ mit dem Proviant dramatisch. „Ich hatte 200 Äpfel mitgebracht, und die sind jetzt alle weg“, sagte Ewald Dierker vom Heimatverein Hagen an der Kontrollstelle Nummer zwo am Jägerberg, zwei Stunden nach dem Wanderstart. Die Stempelfarbe reichte dagegen locker für alle Wanderer. Denn bei Dierker befand sich eine von zwei Stempelstellen auf den Routen.

Fragte man an der Kontrollstelle die eintreffenden Wanderer, gab es einhellig Lob für die Streckenführung. „Das ist sehr gut ausgearbeitet“, befanden beispielsweise unisono Friedhelm und Brigitte Kruska.

Gute Verpflegung

Waren die beiden zu zweit unterwegs, gab es auch manche, die den Weg allein gingen. Oder bis sie jemand unterwegs trafen – und man dann, wie es Ursula Leerkamp (Holzhausen) und der Rothenfelder Rudolf Kamensky, beschlossen – gemeinsam weiterging.

Am Zielpunkt an der Oberschule erwarteten die Rückkehrer Bänke zum Relaxen plus eine Erbsensuppe nebst Getränken. Selbst für den süßen Nachtisch war dank des Hagener Ortsverbandes des DRK gesorgt. Das Team um Sylvia Schwarberg-Krengel, sonst zuständig für die Blutspenden, bot ein umfangreiches Kuchenangebot nebst dem obligatorischen Kaffee.

„Wir haben eine gute Nachricht: Für uns gab es nichts zu tun“, bilanzierte DRK-Chef Thomas Kasselmann die aus seiner Sicht 41. Ausgabe des Osnabrücker Wandertages. Für ihn und die Kollegen fiel nicht eine Hilfeleistung an. So blieb Zeit, auf den vorgefahrenen, neuen Einsatzwagen hinzuweisen, für den die Hagener Rettungshelfer gerne Spenden entgegennehmen.

NOZ-Marketingchef Guido Hartstang zog ebenfalls ein positives Fazit. „Neben dem unglaublich guten Wetter gilt mein Dank zum einen dem Heimatverein Hagen, der solch perfekte Rahmenbedingungen herzustellen vermag, und meinem Team, das den Osnabrücker Wandertag organisiert hat.“

Passend zum Wanderevent hatte sich auch der Unternehmerverband Hagen mit seiner Gesundheitsabteilung mit einem „Fest der Gesundheit“ präsentiert. 17 Betriebe aus der Gesundheitswirtschaft stellten ihre Serviceleistungen dar. Zudem gab es ein sportives Mitmachprogramm und Fachvorträge.