Landrat auf Info-Tour Kreis will höheren Zuschuss für Musikschule Hagen prüfen

Von Wolfgang Elbers

Modernes Unternehmen: Eine der Stationen von Landrat Lübbersmann (links) war Plogmann & Co. Zerspanung, wo Firmengründer Günther Plogmann (Zweiter von li.) und Geschäftsführer Heiner Hestermeyer (Dritter von links) dem Landrat und Bürgermeister Peter Gausmann (rechts) die Betriebsabläufe vorstellten. Foto: MindrupModernes Unternehmen: Eine der Stationen von Landrat Lübbersmann (links) war Plogmann & Co. Zerspanung, wo Firmengründer Günther Plogmann (Zweiter von li.) und Geschäftsführer Heiner Hestermeyer (Dritter von links) dem Landrat und Bürgermeister Peter Gausmann (rechts) die Betriebsabläufe vorstellten. Foto: Mindrup

pm/we Hagen. Auf seiner Tour durch die Kreisgemeinden hat sich Landrat Michael Lübbersmann jetzt einen halben Tag über Projekte in Hagen informiert. Stationen sind eine Betriebsbesichtigung im Gewerbegebiet, den Besuch des Teutoburger Waldsees sowie ein Treffen mit Ratsvertretern gewesen.

Der erste Stop des von Bürgermeister Peter Gausmann vorbereiteten Programms führte den Landrat sowie Wigos-Geschäftsführer Siegfried Averhage und Mitgliedern aus Rat und Verwaltung der Gemeinde zum Betrieb „Plogmann & Co. Zerspanung“ ins Gewerbegebiet Töpferstraße. Der Firmensenior und Gründer Günther Plogmann gab den Gästen einen Einblick in die Entstehungsgeschichte sowie die mehr als 42-jährige Entwicklung des zum Firmenkonzern angewachsenen Betriebs.

Überraschende Einblicke vor Ort

Geschäftsführer Heiner Hestermeyer sowie die drei Töchter der Familie Plogmann erläuterten anschließend die Logistik und den Geschäftsbetrieb des am Markt sehr erfolgreichen Unternehmens. Auf dem abschließenden Rundgang durch den Betrieb zeigte sich Landrat Lübbersmann sehr interessiert: „Es ist immer wieder überraschend, welche Einblicke und Erkenntnisse solche Besichtigungen bringen.“

Mit dabei war auch Nachbar Hendrik Hippe von der gleichnamigen Maschinenbaufabrik, der gemeinsam mit Bürgermeister Gausmann dem Landrat eine mobile Straßensperre für Großveranstaltungen vorstellte. Lübbersmann nahm die Anregung mit, eine solche mobile Straßensperre als Landkreis anzuschaffen und an die kreisangehörigen Kommunen bei Großveranstaltungen auszuleihen.

Sudenfeld braucht Unterstützung beim Breitbandausbau

Anschließend ging es zum idyllisch gelegenen Teutoburger Waldsee mit dem großzügig gestalteten Campingpark. Geschäftsführer Ralf Schmedding präsentierte die Anlage und erklärte Funktionen und Strukturen der Einrichtungen. Dabei machte er deutlich: „Die beste Werbung für unsere mehr als 1000 Stellplätze umfassende Campinganlage ist die sogenannte Mund zu Mund Propaganda.“

Rund 40 Camper haben hier sogar ihren festen Wohnsitz. Problematisch sei allerdings der Internetempfang auf dem im Grünen gelegenen Campingplatz im Ortsteil Sudenfeld. Bürgermeister Gausmann bat den Landrat um finanzielle Unterstützung bei dem Ausbau schnellen Internets im ländlich strukturierten Sudenfeld und dem Campingpark am Teutoburger Waldsee.

Bürgermeister thematisiert Hochwasserschutz

Bevor sich Lübbersmann anschließend im Rathaus ins Goldene Buch der Gemeinde eintrug, fand ein Gespräch mit den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses statt. Zunächst präsentierte Hagens Bürgermeister noch einmal die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zur Kirschgemeinde.

Durch die Lage in einer Talmulde stehe Hagen insbesondere beim Hochwasserschutz weiterhin vor großen Herausforderungen. Die Gemeinde sei durch die niedrige Steuerkraft zum Beispiel auf entsprechende Fördermittel für den Bau eines Forellentaldamms angewiesen.

Gelder vom Kreis für die Musikschule?

Neben der Familienfreundlichkeit der Gemeinde war die Bezuschussung der Jugendmusikschule ein weiterer Schwerpunkt. Hagen habe kreisweit die einzige eigenständige Musikschule und hoffe bei der Subventionierung durch den Landkreis auf eine Gleichbehandlung der Hagener Schülerinnen und Schüler gegenüber der Kreismusikschule, brachten die Ratsvertreter zum Ausdruck. Lübbersmann wies hier auf die aktuelle Umstrukturierung der Kreismusikschule hin und sagte eine wohlwollende Prüfung des Themas zu.

Weitere Diskussionspunkte waren unter anderem der Tonabbau oder das Krippen- und Kindergartenangebot und dessen Finanzierung. Nach der Eintragung des Landrats ins Goldene Buch brachten die Hagener Ratspolitiker die Hoffnung zum Ausdruck, dass sich in dieser Wahlperiode noch ein weiterer Info-Stop des Landrates in der Kirschgemeinde ermöglichen lässt.


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