14. KAB-Hofauktion Bieterschlacht um Trödel-Highlights in Hagen

Von Stefan Buchholz


Hagen. Die 14. Hofauktion der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) spielte in diesem Jahr rund 6800 Euro ein. Höhepunkt war einmal mehr die Versteigerung von erlesenem Trödel für den guten Zweck.

Die unterhaltsame Auktions-Show von Ralf Frankenberg ist mittlerweile so beliebt, dass schon eine Stunde vor Beginn die ersten Plätze gesichert werden. Andere nahmen derweil die Exponate unter die Lupe, die auf dem offenen Lkw – er dient als Auktionsplattform – und davor ausgestellt waren.

Unbrauchbares“ sucht Liebhaber

Das Versteigerungsgut stammte zum einen aus Haushaltsauflösungen, zu denen die KAB gerufen wird. Zum anderen aus regelmäßigen Ablieferungen auf dem Hof Niehenke, wo sich der katholische Verband einmal monatlich das sichert, was andere nicht mehr brauchen.

KAB-Auktionator Ralf Frankenberg machte vor Beginn der Versteigerung wieder eine tatsächliche Portemonnaie-Kontrolle. „Wer in der ersten Reihe sitzt und nicht genug Geld dabei hat, muss nach hinten“, erklärte er scherzhaft. Er selber gab bekannt, sich in den vergangenen zwölf Monaten seit der letzten Auktion weitergebildet zu haben. „Ich habe nämlich als Fernkurs ein Jahr lang ,Bares für Rares‘ geschaut.“

Auktion bleibt unter Wert

Unter den Hammer kam etwa ein Service von Villeroy&Boch (Wildrose). So spielten zwei Kerzenhalter, eine Butterdose und ein Milchkännchen aus der Serie zusammen spottpreiswerte 15 Euro ein. Ein wuchtiger Übertopf ging für 70 Euro weg, zwei nagelneue Tischhussen für sechs Euro.

Eine erste kleine Bieterschlacht entbrannte um ein top aufbereitetes Damenfahrrad, das der letztendliche Eigentümer für 70 Euro vom Hof schob. Eine etwas aus der Zeit gekommene Marken-Standuhr – Frankenbergs Topfavorit der diesjährigen Auktion – erzielte dagegen „nur“ 120 Euro. Insgesamt erbrachte die 90-minütige Versteigerung rund 1320 Euro.

Großer Andrang auf Flohmarkt

Für die Organisatoren überraschend groß war der Andrang zum Flohmarkt, der schon in der Mittagszeit öffnete. Lange Schlangen dann auch wieder beim Bezahlen. „Da haben unsere zwei Kassen fast nicht gereicht“, sagte KAB-Pressemann Hubert Wellmann. Allein aus dem Flohmarkterlös erzielte man 3200 Euro.

Rund 2000 Besucher

Die geschätzt 2000 Besucher der gesamten KAB-Aktion rund um den Trödel hingen auch mit dem verkaufsoffenen Sonntag in Hagen zusammen. Dem katholischen Verband – er ist vehement gegen Sonntagsarbeit – spielte dieser Mitnahmeeffekt vermutlich auch noch zusätzliche Euros in die Kassen.

Gute Zwecke des Jahres

Die Erlöse aus dem Flohmarkt und der Auktion sowie der angebotenen Kulinarik gehen in diesem Jahr zum einen an Spes Viva Trauerland (Belm), zum anderen an die drei Kindertagesstätten in Hagen. Seit Bestehen der KAB-Hofauktion konnten in den vergangenen 14 Jahren mehr als 80000 Euro an Hilfen vergeben werden.