St. Martinus-Mädels aus Dörpen zurück Mädchenzeltlager Hagen auf Zeitreise

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Lieben ihr Mädchenzeltlager: Die Zeitreisenden aus Hagen auf dem Zeltplatz in Dörpen. Foto: Lisa GlasmeyerLieben ihr Mädchenzeltlager: Die Zeitreisenden aus Hagen auf dem Zeltplatz in Dörpen. Foto: Lisa Glasmeyer

Hagen. Nach zehn spannenden Tagen sind die Teilnehmerinnen des Mädchenzeltlagers St. Martinus wohlbehalten von ihrer Zeitreise in Dörpen zurückgekehrt. Für zwei erfahrene Stützen der Gemeinschaft war es allerdings das letzte Zeltlager.

Ein lauter Knall ertönt, Nebelschwaden bedecken die Erde und im nächsten Augenblick verlässt ein Dinosaurier die merkwürdige Maschine. So startete der erste Tag im St. Martinus-Mädchenzeltlager 2017 in Dörpen. Tag für Tag reisten alle Teilnehmerinnen mit der selbstgebauten Zeitmaschine von Zeitalter zu Zeitalter, um neue Orte und Dinge gemeinsam zu entdecken.

Ein Motto, viele Spiele

Liebevoll geweckt von der Lagerleitung und gut gestärkt dank der Kochfrauen, starteten die Mädchen motiviert in die Spiele. Diese wurden in einer langen Vorbereitungsphase von den Gruppenleiterinnen passend zu den jeweiligen Zeitabschnitten geplant. So musste bei dem Fantasiespiel eine Prinzessin befreit werden und Ziel des Detektivspiels war es, den Mörder des Grafen von Dörpen zu ermitteln. Dabei waren die Gruppenleiter Figuren der Spiele und dementsprechend verkleidet, um die Kinder möglichst gut in die Zeit zu versetzen. Verrückte Hippies begleiteten das Geländespiel und böse Cowboys mussten von den Indianern besiegt werden.

Workshops und Zeltplatzabstinenz

Wenn Vor- und Nachmittag nicht von Spielen belegt waren, wurden Arbeitskreise angeboten, bei denen die Mädels beispielsweise T-Shirts batikten, Überfall übten oder Lachyoga ausprobierten. Außerdem gab es einen Tagesausflug nach Schloss Dankern, wo den ganzen Tag die Spielgeräte genutzt oder im Freibad geschwommen wurde. In 24 Stunden Abstinenz vom Lageralltag übten sich die Mädchen abseits des Zeltplatzes. Es galt für die Gruppen, sich selbstständig ein Quartier in der Umgebung zu suchen, um dort gemeinsam die Nacht zu verbringen und einige Aufgaben zu erledigen, die ihnen mit auf den Weg gegeben worden waren.

Nächte voller Mut

Nicht jede Nacht war eine ruhige Nacht. Schuld daran waren in erster Linie die Überfaller, die verzweifelt versuchten, den Wimpel des Mädchenzeltlagers zu klauen. Da aber alle tatkräftig mit anpackten, wurden die nächtlichen Angreifer erfolgreich abgewehrt. Neben den nächtlichen Überfällen gab es auch eine Gruselwanderung, die die Geschichte von Chucky der Mörderpuppe erzählte. Wagemutig machten sich die Kurzen auf den Weg durch den Wald, um am Ende der Wanderung stolz auf den eigenen Mut zu sein.

„Zeitlos“ versorgt Zeitreisende

Eine besondere Überraschung erwartete die Mächen zur Mitte des Zeltlagers beim Bergfest: Das „Zeitlos“ kam mit einem Imbisswagen vorbei und spendierte dem ganzen Lager Pommes und Bratwurst. Wie es sich für ein kirchliches Zeltlager gehört, durften die Messen nicht fehlen. Zum Thema „Feuer“ und „Du bist einmalig“ wurde bei Texten, Gesang und Aktionen gemeinsam mit Kaplan Coffi Gottesdienst gefeiert. Auch ein Gruppenleiterchor war aktiv und gestaltete die Feier mit entsprechenden Liedern.

Mit Frauenpower gegen Regenwetter

Die vergangenen Jahre hatten die Mädels aus St. Martinus nach ihrer Rückkehr aus dem Zeltlager immer viel vom schlechten Wetter zu berichten. Auch in diesem Jahr war Lagerzeit oftmals Regenzeit. Da dieser Umstand mittlerweile schon fast Tradition hat, wurde auch die Nässe auf der Zeitreise im Lageralltag bravourös gemeistert. Starken Regenschauern wurde mit jeder Menge Frauenpower beim Ausheben von Gräben, durch die das Wasser vom Platz ablaufen und von den Zelten ferngehalten werden konnte, begegnet.

Abschied und Dank

Ein Zeltlager könnte ohne viele verschiedene Leute nicht bestehen und stattfinden. Daher gilt der Dank allen Beteiligten, die es möglich machen, den Hagener Mädels jedes Jahr zehn spannende Tage und ein Highlight des Sommers zu bieten. Leider beendeten in diesem Jahr zwei wichtige Personen ihre Zeltlagerkarriere: Kochfrau Marita Kriege und Lagerleitung Jasmin Krützmann verabschiedeten sich in ihren wohlverdienten Zeltlagerruhestand. Ihnen gilt ein besonderes Dankeschön für all die Jahre im Einsatz für das Mädchenzeltlager St. Martinus Hagen.


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