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Im 3. Anlauf Schulangebot erweitert Kreistag stimmt Hagener Antrag auf gymnasiales Angebot zu

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Demnächst kommt der Zusatz „mit gymnasialen Zweig“ an das Oberschule-Schild am Schulzentrum Hagen. Foto: Archiv/KriegeDemnächst kommt der Zusatz „mit gymnasialen Zweig“ an das Oberschule-Schild am Schulzentrum Hagen. Foto: Archiv/Kriege

Hagen. Jetzt ist es perfekt: Der Kreistag hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einstimmig der Einrichtung eines gymnasialen Angebots an der Oberschule Hagen ab dem Schuljahr 2018/19 zugestimmt.

Eine Überraschung war die Entscheidung nicht, denn die Gemeinde hatte im Vorfeld in Gesprächen mit der Kreisverwaltung die Weichen für eine Zustimmung gestellt. Damit hat Hagen im dritten Anlauf endlich Erfolg gehabt, den eigenen Schulstandort durch ein attraktiveres Angebot langfristig abzusichern und die Voraussetzung zu schaffen, dass die Jahrgangsstufen mindestens eine Dreizügigkeit haben.

2008 und 2011 kein Erfolg

Der Tagesordnungspunkt war in der Kreistagssitzung natürlich der Moment der Hagener Vertreter. SPD-Vertreter Reinhard Wittke erinnerte hier an die beiden zuvor gescheiterten beiden Versuche, das Schulangebot der Kirschgemeinde zu stärken. Denn sowohl 2008, als der Hagener Rat einstimmig den Antrag für eine Kooperative Gesamtschule gestellt hatte, als auch 2011, als es darum ging, dass die zum neuen Schuljahr startende Oberschule gleich ein gymnasiales Angebot bekommen sollte, hatte der Landkreis als Träger der Gymnasien sein nach dem Niedersächsischen Schulgesetz gegebenes Vetorecht ausgeübt.

„Den Eltern sind die guten Übergangsmöglichkeiten, die eine Oberschule bietet, oft nicht bekannt. Sie orientieren sich deshalb an gymnasialen Angeboten, und hier haben sie jetzt die Möglichkeit, dass ihre Kinder so einen Zweig jetzt auch in Hagen finden und dafür kein Schulortwechel mehr notwendig ist“, erklärte Wittke. Er zeigte sich auch überzeugt, dass die prognostizierten Schülerzahlen für ein solches Angebot in den kommenden zehn Jahren erreicht werden.

Mindestens 75 Oberschüler sind nach den Vorgaben jeweils notwendig, um eine Dreizügigkeit des Angebots zu gewährleisten. Für den Start-Jahrgang fünf wird in Hagen in einem Jahr eine Stärke von 84 Schülern erwartet.

Das Hagener CDU-Kreistagsmitglied Ilka Pötter freute sich, dass der Beschluss für ein gymnasiales Angebot in Hagen von allen Kreistagsfraktionen mitgetragen wird. Pötter: „Der Landkreis hat der Einrichtung zugestimmt, da das Gymnasium Oesede durch den Zweig in Hagen nicht gefährdet wird, und am Ende mit Hochdruck das Zustandekommen des gymnasialen Angebots unterstützt.“

Sie wies auch noch einmal darauf hin, dass die Gremien der Oberschule sich von Beginn an mit großen Engagement für die Einrichtung eines gymnasialen Zweiges stark gemacht haben, und Hagen auch die notwendigen Schülerzahlen nachweisen kann. „Es ist ein großer Erfolg, dass wir nach sechs Jahren dieses Thema heute zu einem guten Ende bringen“, machte sie zu dieser für die Gemeinde wichtigen Kreistags-Entscheidung deutlich.

Gemeinde trägt Sachkosten des Angebots

Grünen-Vertreterin Felizitas Exner bezeichnete die Erweiterung des Oberschul-Angebots als gleich in mehrfacher Hinsicht „gut“: Es sei eine gute Perspektive für die Hagener Schüler, dass es künftig auch wohnortnah ein gymnasiales Angebot gebe und die Oberschule noch attraktiver werde. Aber auch die bestehenden Gymnasien profitierten von der Entscheidung, da sei sonst sechs- oder siebenzügige Jahrgänge in der Mittelstufe einrichten müssten. Exner: „Lernen gelingt da, wo das Interesse der Schüler im Mittelpunkt steht, und das ist in Hagen der Fall.“

Jetzt ist hier nur noch eine Formalie zu erfüllen: Die Gemeinde muss gegenüber dem Landkreis die Erklärung abgeben, dass die Kommune als Schulträger die Sachkosten für die Erweiterung der Oberschule um einen gymnasialen Zweig übernimmt. Bürgermeister Peter Gausmann: „Das Schreiben ist schon auf dem Weg.“


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