70 Jahre katholische Jugend „Church & Flames“: Heißes Jubiläum in Hagen

Von Danica Pieper


Hagen. Die Gellenbecker Kirche brennt für ihre Jugend: ein hell erleuchtetes Gotteshaus und knisternde Feuerkörbe waren nur zwei Zutaten von „Church & Flames“. Mit einem Spielenachmittag, Open-Air-Gottesdienst und einer Party am Abend feierte die Katholische Jugend Gellenbeck ihr 70-jähriges Bestehen.

Das erste Mal veranstaltete die katholische Jugend „Church & Flames“ zum 100. Jubiläum der Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Gellenbeck, mit der Neuauflage am Samstag feierte sie ihre eigene 70-jährige Geschichte. Der Kontrast zur Premiere hätte dabei nicht größer sein können – zumindest, was das Wetter betrifft: Während die Besucher vor zwei Jahre bei fast einstelligen Temperaturen und Regen zitterten, gerieten sie diesmal bei feinstem Sommerwetter auch ganz ohne Feuerzusatz ins Schwitzen.

Zu heiß zum Spielen

Für den Spielenachmittag, der die Veranstaltung eröffnete, waren beide Wetterextreme nicht optimal: Fielen die Aktivitäten beim letzten Mal buchstäblich ins Wasser, hatte diesmal nur eine überschaubare Gruppe an Kindern Lust, sich bei Temperaturen über 30 Grad auszupowern. „Die meisten sind wohl doch im Freibad“, meinte Matthias Hülsmann vom Vorbereitungsteam. Einige junge Besucher wagten sich trotzdem auf die Hüpfburg oder nahmen am Chaosspiel teil, bei dem sie Zettel suchen mussten, die die Organisatoren auf dem Gelände versteckt hatten. Auch die Möglichkeit, sich für das Zeltlager anzumelden, wurde von den Kindern gerne genutzt.

Freiluftmesse und Zeltlagerlieder

Voll wurde es am späten Nachmittag anlässlich des Open-Air-Gottesdienstes, der, passend zur Veranstaltung, unter dem Motto „Feuer und Flamme für den Glauben“ stand. Schätzungsweise 250 Besucher feierten die Messe auf dem Kirchenvorplatz. Als Überraschung stimmte die Katholische Jugend Gellenbeck im Anschluss unterm Wimpel Zeltlagerlieder an – zur besonderen Freude der Ehemaligen: „Die alten Gruppenleiter haben besonders laut mitgesungen“, schmunzelte Mitorganisatorin Rabea Grimmelsmann.

Stimmungsvolle Atmosphäre

Seinen Höhepunkt erreichte „Church & Flames“ nach Einbruch der Dunkelheit. Die Kirche leuchtete von innen in einem feurigen Orange, während die Außenwände violett angestrahlt wurden. Auch die Bäume wurden mit Scheinwerfern erleuchtet, zudem hatten die Organisatoren überall Feuerkörbe aufgestellt. Bunte Lichterketten und Windlichter komplettierten die stimmungsvolle Atmosphäre. An einer Seitentür zeigte eine Diashow Fotos aus den Zeltlagern der vergangenen sieben Jahrzehnte, während die Besucher zur Musik der Disco „Budenzauber“ tanzten.

Organisatoren zufrieden

Mit dem Verlauf des Tages zeigte sich das Vorbereitungsteam zufrieden: „Ich bin erstaunt, wie entspannt das alles ablief“, meinte Grimmelsmann. Eine dritte Auflage von „Church & Flames“ können sich die Organisatoren durchaus vorstellen. Ob diese dann wieder in Verbindung mit einem Jubiläum stattfindet, wird sich zeigen. „Bei uns im Ort finden ja viele Veranstaltungen im Zwei-Jahres-Rhythmus statt“, meinte Hülsmann – vielleicht auch eine Option für „Church & Flames“.


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