Tag der offenen Tür Gellenbecker Mühle war Ziel vieler Maiwanderer


Hagen. Lohnendes Ziel für Wanderer am Maifeiertag war die Gellenbecker Mühle. Die älteste Mühle Hagens und damit der Verein zu ihrer Erhaltung boten allen Besuchern wieder interessante Einblicke in die Welt eines alten, nur noch wenig bekannten Handwerks.

Überall wurde der Tag der Arbeit gefeiert, doch in der Mühle drehten sich fleißig die Räder. Stephan Witke, ehrenamtlicher Müller und an diesem Tag Meister des Mahlwerks, Klaus Flacke und die anderen Mitglieder des Vereins zur Erhaltung der Gellenbecker Mühle hatten keinen freien Tag. Sie waren für den Ansturm der Besucher gewappnet, die dort gern eine Rast auf ihrer Maiwanderung machen. Bier und Bratwurst, ebenso eine Runde durch die drei Etagen der Mühle, die seit 1273 vom Wasser des Goldbachs angetrieben wird, sind allemal lohnend.

Mühlenvereine müssen mehr bieten

„Eine Mühle ist immer ein interessantes Ziel“, sagte Witke beim Blick aus einem der Fenster auf die Gruppen und Familien, die gegen Mittag den Platz draußen in Besitz nahmen. Gleichwohl müssten die Vereine, die diese alten Anlagen betreiben, mehr und mehr zusätzliche Attraktionen schaffen, um Besucher anziehen zu können. „Für den heutigen Tag der offenen Tür haben wir zusätzlich einige Spiele für Kinder im Angebot. Beim nächsten Mal, am Pfingstmontag, sind zusätzlich die Nordwestdeutsche Anglervereinigung und der Hegering Hüggel in die Veranstaltung eingebunden“, machte er bekannt. Die Besichtigung einer Mühle sei, anders als noch in den 1990er Jahren, nicht mehr allein Attraktion genug. „Da muss noch etwas mehr kommen, das Publikum ist anspruchsvoll geworden“.

Mühle zum Anfassen

An diesem Maitag fand aber niemand aus dem Verein einen Grund zum Klagen. Mit großem Interesse lauschten die Besucher den Ausführungen der ehrenamtlichen Müller, die wieder und wieder das System dieser Wassermühle erklärten, die früher als Doppelmühle angelegt war, wo auf der einen Seite Getreide, auf der anderen Seite Öle gewonnen und Flachs gebrochen wurde. Besonderen Eindruck machten die vielen Wellen, Zahnräder und Riementriebe, die den Mahlvorgang überhaupt erst möglich machen. Wissbegierig ließen sich die Kinder von Witke Mehl und Schrot zeigen, die aus dem Mahlwerk kamen.

Müllerkurse im Spätsommer

Auch für die Erwachsenen hielt der freiwillige Müller Neuigkeiten bereit. Er wies auf eine Informationsveranstaltung am 27. Mai hin, bei der Näheres über einen Müllerkurs in Erfahrung gebracht werden kann, der im Spätsommer beginnen soll.


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