Killers lassen Kugel rollen Hagener Club organisiert Open-Air-Kegelturnier

Der Kegelclub „Killers“ und Stock-Gastwirt Charly Niehenke (4.v.r.) laden am 22. Juli zum 1. Hagener Open-Air-Kegeln am Schulzentrum ein. Foto: Danica PieperDer Kegelclub „Killers“ und Stock-Gastwirt Charly Niehenke (4.v.r.) laden am 22. Juli zum 1. Hagener Open-Air-Kegeln am Schulzentrum ein. Foto: Danica Pieper

Hagen. Kegeln gehört normalerweise nicht zur den Freiluftsportarten. Die „Killers“ wollen das ändern: Am 22. Juli veranstaltet der Kegelclub zum ersten Mal ein Open-Air-Kegelturnier mit anschließender Party am Hagener Schulzentrum.

Ganz neu ist die Idee nicht: Der „TuS Trinken“ aus Hilter organisierte gut 15 Jahre lang ein Open-Air-Kegeln in Borgloh, bevor die Veranstalter das jährliche Event 2015 einstellten. Der Hagener Kegelclub „Killers“ nahm mehrfach an dem Turnier teil: „Das war einfach eine coole Veranstaltung“, erinnert sich Fabian Kerk – auch wenn nicht unbedingt der Sport der Hauptgrund dafür war. „Gekegelt haben wir ungefähr zehn Minuten“, sagt Simon Holkenbrink. Das Besonders an dem Turnier sei die Geselligkeit gewesen, das Zusammentreffen mit anderen Kegelclubs aus der Region. „Von Alt bis Jung war alles dabei, das war eine coole Sache“, so Kerk.

Ehemalige Schulfreunde

Auf ihrer Weihnachtsfeier kamen die 14 Kegelfreunden schließlich auf den Gedanken, ein Turnier wie in Borgloh in Hagen zu veranstalten. „Die Idee ist aus einer Bierlaune heraus entstanden“, bekennt Frank Schütte. Bei den „Killers“ handelt es sich um ehemalige Schulfreunde, die nach ihrem Abschluss in verschiedene Orte gezogen sind. Um den Kontakt aufrecht zu erhalten, treffen sie sich einmal im Monat in der Gaststätte Stock zum Kegeln. Die Kneipe mit Wirt Charly Niehenke ist auch Co-Veranstalter des Turniers. Mehrere lokale Unternehmen sponsern zudem die Veranstaltung.

Kegelbahnen gekauft und umgebaut

Die wohl schwierigste Aufgabe, die der Club im Vorfeld zu bewältigen hat, ist Bau einer passenden Kegelanlange. Als die „Killers“ sich dazu entschieden, dass Open-Air-Kegeln wiederzubeleben, hatten die Borgloher ihre Anlage bereits verkauft. „Wir haben dann über Ebay zwei Kegelbahnen von einer Gaststätte erworben“, berichtet Lars Wöhrmann. Diese lagern aktuell in einer Halle, wo sie von den Kegelbrüdern auf Vordermann gebracht werden. „Wir machen das alles selber“, bekräftigt Daniel Borgelt. Ganz ohne Unterstützung müssen die jungen Männer aber nicht auskommen: der „TuS Trinken“, der seine Anlage über die Jahre stetig erweiterte, gab Tipps für den Aufbau. „Wir konnten die Borgloher immer anrufen“, meint Wöhrmann. Vor dem offiziellen Einsatz würden die Bahnen natürlich noch ausgiebig getestet, erklärt Schütte.

Anmeldefrist läuft

Stattfinden wird das Turnier am 22. Juli am Hagener Schulzentrum. Den genauen Aufbau machen die „Killers“ von der Anzahl der teilnehmenden Teams ab. Bisher haben sich knapp 20 Gruppen angemeldet, die Veranstalter rechnen aber damit, dass noch einige dazu kommen werden. „Die Resonanz ist gut“, meint Wöhrmann. Der Startschuss für das Turnier fällt um 14 Uhr. Jedes Team spielt eine Runde mit 15 Würfen, die besten vier treten im Finale an. Zu gewinnen gibt es Geldpreise. Im Vordergrund soll allerdings nicht der Wettbewerb, sondern der Spaß stehen. „Manche Vereine haben sicher einen gewissen Anspruch“, meint Kerk. „Der wichtigste Aspekt ist aber, dass sie herkommen, um zu feiern.“

Party im Anschluss

Apropos feiern: Wie seinerzeit in Borgloh findet im Anschluss zum Turnier eine große Party statt, an der auch alle teilnehmen können, die mit Kegeln nicht so viel am Hut haben. Ab 20 Uhr werden DJ ED und DJ Glitzi Palermo im Festzelt für Musik sorgen. Der Eintritt für Nicht-Teilnehmer beträgt sieben Euro – unabhängig davon, ob sie nur zur Party kommen oder vorher beim Turnier zuschauen. Für Kegelteams beträgt die Gebühr neun Euro pro Person. Gruppen, die an dem Freiluft-Wettbewerb teilnehmen möchten, können sich noch bis Ende Mai anmelden.

Plan B bei schlechtem Wetter

Und falls es regnet? „Dann findet das Turnier in der Gaststätte Stock statt“, erklärt Wöhrmann. Neben trockenem und windstillem Wetter hoffen die „Killers“ vor allem darauf, dass Teilnehmer und Gäste viel Spaß an der Veranstaltung haben. „Und dass sie einem das Gefühl geben, dass man das wiederholen kann“, meint Kerk. Dann wird das Kegeln wie in Borgloh vielleicht auch in Hagen dauerhaft zum Freiluftsport.

Weitere Infos gibt es auf Facebook unter „Hagener Open-Air-Kegeln“ sowie auf www.hagener-openair-kegeln.de.


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