Gelungene Premiere Zahlreiche Besucher beim Hagener Nussknackermarkt


Hagen. Der Standortwechsel war ein voller Erfolg: Tausende Besucher kamen am Wochenende zum Hagener Nussknackermarkt, um auf dem Rathausvorplatz und in der Ehemaligen Kirche weihnachtliches Flair zu genießen. Budenbetreiber, Aussteller und Veranstalter zeigten sich rundum zufrieden.

Seit mehr als 40 Jahren hat Hagen einen Weihnachtsmarkt, doch diesmal war fast alles anders: Der dreitägige Weihnachtsbasar zog vom Gibbenhoff auf den Rathausvorplatz, und auch Hagens Wahrzeichen, die Ehemalige Kirche, bezogen die Veranstalter von der Aktionsgemeinschaft Nussknackermarkt erstmals ein. Sogar vom Nikolaus persönlich gab es dafür Lob: „Ich freue mich, dass der Nussknackermarkt in diesem schönen Umfeld stattfindet“, meinte Johannes Blömer, der zum 41. Mal als Bischof von Myra verkleidet Süßigkeiten und Obst an die Kinder verteilte. Auch Bürgermeister Peter Gausmann bot sich ein „imposantes Bild“, als er am Freitagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein den Markt eröffnete.

„Können uns nicht beschweren“

Die Neugier bei den Hagenern war offensichtlich groß, denn bereits am Freitag zog es zahlreiche Besucher an den neuen Standort. Vor allem in den Abendstunden sei sehr viel los gewesen, wie Yvonne van‘t Hof vom Musikverein Wiesental berichtete, der unter anderem deftige Köstlichkeiten anbot: „Wir können uns nicht beschweren.“ Gefühlt habe der Nussknackermarkt dieses Mal mehr Besucher angezogen. Den Musikverein freut es, kommt der Erlös doch seiner Jugendarbeit zugute.

Interessierte Besucher

Während auf dem Rathausvorplatz überwiegend Kulinarisches anboten wurde, stand die Ehemalige Kirche ganz im Zeichen des Kunsthandwerks. Zentrum war die Krippenausstellung, im Rahmen derer gut ein dutzend Hagener Familien Krippen und andere weihnachtliche Stücke präsentierten. Manfred Heinsch etwa stellte seine Weihnachtspyramiden zur Schau, die er in unzähligen Stunden gebaut hatte. „Die scheinen der Hit zu sein“, berichtete der Hobbybastler. Die Besucher hätten viele Frage gestellt und der eine oder andere schon eine Pyramide für das nächste Weihnachtsfest in Auftrag gegeben. Auch die Baumanhänger, die Heinsch zugunsten von Kindern aus Tschernobyl verkaufte, kamen beim Publikum gut an. Von den knapp 800, die er zwischen Januar und April gebastelt hatte, waren am frühen Sonntagnachmittag nur etwa 150 übrig. „Manche Leute haben sogar noch zusätzlich gespendet“, freute sich Heinsch.

Veranstalter zufrieden

Dass die Ausstellung gut ankam, zeigten auch die Zahlen: 1700 Schaulustige waren es am Freitag, 2200 am Samstag. „Das war mehr als wir erwartet haben“, meinte Hans-Dieter Eilermann von der Aktionsgemeinschaft Nussknackermarkt. Mit dem Verlauf des Markts war er rundum zufrieden. Den neue Standort hätten die Besuchern gut aufgenommen: „Ich habe keinen getroffen, der von der Platzwahl nicht überzeugt war.“ Im nächsten Jahr will die Aktionsgemeinschaft auf jeden Fall erneut die Alte Kirche einbeziehen – ob wieder mit einer Krippenausstellung, wird sich zeigen. Sicher ist, dass es mehr Kunsthandwerkerstände geben soll. Anfang des nächsten Jahres will die Gemeinschaft genau durchsprechen, was gut lief, und was es eventuell zu verbessern gibt.

Adventskalender-Aktion im Dezember

Auch wenn der Nussknackermarkt vorbei ist: Ein wenig vorweihnachtliches Flair auf dem Rathausvorplatz bleibt den Hagener erhalten. Am 1. Dezember startet die neue Adventskalender-Aktion, bei der Vereine und Verbände bis zum Heiligabend jeden Nachmittag Überraschungen bereithalten.


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