Rockin‘ on Heaven’s Door Benefizkonzert des Hagener Hospizvereins

Von Danica Pieper

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Hagen. Unter dem Motto „Rockin‘ on Heaven’s Door“ beglückten die Bands C.our.Age und Flieder rund 150 Zuschauer in der Alten Kirche. Der Erlös des Benefizkonzerts kommt dem Hospizverein Hagen zugute.

Normalerweise ist die Alten Kirche in Hagen eher für klassische Konzerte und Chormusik bekannt, doch am Samstag stand das ehemalige Gotteshaus im Zeichen von Rock, Blues und Pop. Unter dem Motto „Rockin‘ on Heaven’s Door“ hatte der Hagener Hospizverein zu einem Benefizkonzert eingeladen. Der Vorsitzende Klaus Schlautmann-Haunhorst verband mit dem Titel die Vorstellung, dass Musiker und andere Menschen nicht nur mit gefalteten Händen vor die Himmelstür treten, sondern mit dem, was ihr Leben ausgemacht hat. Außerdem hatte er die Hoffnung, mit den musikalischen Gästen alle Altersgruppen anzusprechen:„Ich wünsche uns, dass unsere Seelen in Schwingen, ins Rocken kommen“, so Schlautmann-Haunhorst zur Begrüßung.

Akustik-Pop

Den Anfang machte die Band Flieder, die sonst als Quartett, aber an diesem Abend als Trio auftrat. Passend zur Veranstaltung begann die Gruppe mit einigen Liedern zum Thema Vergänglichkeit, die sie extra für diesen Abend geschrieben hatte, wie Sängerin Linda Dierkes verriet. Der eingängige Akustik-Pop, verbunden mit Dierkes starker Gesangsstimme, kam beim Publikum ausgesprochen gut an, sodass das Bedauern groß war, als Flieder sich nach zehn Stücken verabschiedete.

Bluesrock-Sextett

Die Stimmung im Publikum besserte sich jedoch augenblicklich, als C.our.Age die Bühne betraten. Als Schlautmann-Haunhorst sie gefragt habe, ob sie auf einem Benefizkonzert spielen würden, hätten sie nicht gezögert, zuzusagen, berichtete Sängerin Sylvia Jenssen: „Durch solche Veranstaltungen wird der Tod in das Leben geholt und das ist so wichtig für uns alle.“ Für das Bluesrock-Sextett bedeutete der Auftritt in der Alten Kirche eine Premiere, tauschten sie doch, zumindest für den ersten Teil ihres Sets, die elektrischen gegen Akustikgitarren.

Coverversionen und eigene Songs

An der Akustik in dem ehemaligen Gotteshaus habe man sich angesichts des starken Halls ganz schön die Zähne ausgebissen, so Jenssen: „Die Alte Kirche ist eine Diva.“ Beim Konzert selbst war davon jedoch nur wenig zu merken. C.our.Age präsentierten eine Mischung aus eigenen Kompositionen und Coversongs, die sich vor allem durch ausgefeilte Gitarren- und Keyboard-Soli sowie Jenssens gewaltige Stimme auszeichnete, die wahrscheinlich auch ohne Mikro in den hintersten Ecken der Kirche, wenn nicht gar an des Himmelstür selbst, zu hören gewesen wäre. Zu den Höhepunkten zählten Curtis Mayfields Gospel-Klassiker „People Get Ready“, das Jenssen gemeinsam mit Dierkes sang, eine lässige Version von „Sweet Home Chicago“ mit Bassist Volker Warskulat am Gesangsmikro, die rockige Eigenkomposition „C.our.Age“ und eine gefühlvolle Version von Joe Bonnamassas „Asking Around for You“.

Publikum jubelt

Zum Abschluss baten C.our.Age Flieder und die beiden Organisatoren Klaus Schlautmann-Haunhorst und Beate Haunhorst auf die Bühne. Gemeinsam sangen sie Bob Dylans „Knockin‘ on Heaven’s Door“ - nur eben als „Rockin‘ on Heaven’s Door“. Auch das Publikum stimmte ein, bevor es alle Akteure mit lang anhaltendem Jubel feierte und ein toller Konzertabend zu Ende ging.


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