Umbau des Feuerwehrhauses nimmt Gestalt an Richtfest der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Niedermark

Von Rolf Habben

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Noch ahnen sie nichts von der schwierigen Aufgabe des Anbringens der Richtkrone: Gemeindebrandmeister Horst Igelbrink  (von links), Josef Ahrens, katholischer Geistlicher, Bürgermeister Peter Gausmann sowie Ortsbrandmeister Frank Pohlmann. Foto: Rolf HabbenNoch ahnen sie nichts von der schwierigen Aufgabe des Anbringens der Richtkrone: Gemeindebrandmeister Horst Igelbrink (von links), Josef Ahrens, katholischer Geistlicher, Bürgermeister Peter Gausmann sowie Ortsbrandmeister Frank Pohlmann. Foto: Rolf Habben

Hagen. Nachdem im März mit dem Abriss des Spritzenhauses am alten Feuerwehrhaus der Grundstein gelegt wurde, weht nun nach knapp einem Vierteljahr bereits der Richtkranz auf dem Gestühl des Rohbaus der Ortsfeuerwehr Niedermark an der Görsmann Straße. Das Feuerwehrhaus wird komplett umgebaut und eine neue Fahrzeughalle mit erweiterten Sozialräumen davor gesetzt.

Gebäude und Innenausstattung des alten Domizils waren sichtlich in die Jahre gekommen. Mit Sack und Pack hatten die Blauröcke zuvor daher das gewohnte Feld räumen müssen und ihre vier Einsatzfahrzeuge sowie die gesamte Ausrüstung in einer Halle ihres Feuerwehrkameraden Guido Patzelt im Industriegebiet eingelagert. Umbau und Umzug hatte damals ein Arbeitskreis aller Abteilungen und Gerätewarte vorbereitet. Der An- und Umbau hat ein Volumen von 570 Tausend Euro an reinen Baukosten und zusätzlichen Investitionen für die Innenausstattung von 30.000 Euro. Finanziert wird das Vorhaben aus dem Haushalt der Gemeinde Hagen.

Traditionelles Ritual

Mit dem traditionellen Ritual des Hochziehens der Richtkrone und nachdem Zimmermeister Michael Mertens den letzten Nagel als Vorgabe einige Millimeter in das provisorische Gebälk eingeschlagen hatte, brauchte es ungezählte weitere Hammerschläge von Bürgermeister Peter Gausmann und seinem „Gehilfen“ Ortsbrandmeister Frank Pohlmann, um den widerspenstigen Stahl in Gänze im harten Holz zu versenken.

Hochprozentiges „Zielwasser“

Nachgeholfen werden musste wiederholt auch mit der obligatorischen Stärkung durch entsprechend hochprozentiges „Zielwasser“. Gausmann nahm es mit Humor: „Wir haben gerade den augenscheinlichen Beweis angetreten, dass wir im Rathaus lauter nichttechnischen Dienst ableisten.“ Danach brachte Zimmermeister Mertens mit Recht den althergebrachten Richtspruch seiner Zunft aus: „Hinab das Glas! Zerbrich im Erdgeschoss, uns Glück zu bringen. Denn das Glück allein darf größer als wir Zimmerleute sein.“

In seinem Grußwort hob Gausmann besonders das Engagement aller Beteiligten hervor, wobei die immensen Eigenleistungen der Feuerwehr mit Geld gar nicht zu bezahlen seien. In diesen Tenor stimmten auch Ortsbrandmeister Frank Pohlmann sowie Gemeindebrandmeister Horst Igelbrink mit ein, die das neuerliche Richtfest nach über vier Jahrzehnten als „historisches Ereignis“ einstuften. Beide Feuerwehrleute zeichneten sich zudem als Poeten aus, in dem sie das Ereignis des Richtfestes in launige Verse kleideten.


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