Mit 50 PS durch die Pampa Ferienkinder aus Hagen mit den „Flying Quads“ auf Tour

Von Ullrich Schellhaas

Unmittelbare Fahrteindrücke: Hagener Ferienkinder erleben beim Verein Flying Quads einen rustikalen Ausflug auf Quads. Foto: Ullrich SchellhaasUnmittelbare Fahrteindrücke: Hagener Ferienkinder erleben beim Verein Flying Quads einen rustikalen Ausflug auf Quads. Foto: Ullrich Schellhaas

Hagen. Faszination Quad: Nicht nur Erwachsene erliegen der Begeisterung für die kleinen, vierrädrigen Kraftfahrzeuge, auch viele Kinder sind davon angetan. Mit dem Hagener Verein Flying Quads konnten sie nun auf Rundtour gehen.

34 Kinder haben sich für einen Tag mit fünf Touren angemeldet – zwei derartige Ferientage bietet der Verein in diesem Sommer an. Und das im siebten Jahr in Folge. „Am Anmeldetag steht das Telefon nicht still“, berichtet Birgit Hehmann, die Ehefrau vom flying Quads Vereinsvorsitzenden Bernhard Hehmann. Acht Mitglieder stehen einen Tag lang bereit, um mit den Ferienkindern die 20 Kilometer lange Strecke zu absolvieren.

Los geht es mit insgesamt sieben Gästen auf je einem Quad vom Hehmannschen Anwesen in der Niedermark. In Kolonne knattern die Fahrzeuge zunächst Richtung Obermark, von dort weiter Richtung Bad Iburg. Über kleine Straßen geht es durch die Hagener Berge Richtung Holperdorp und Sudenfeld, um schließlich wieder zum Ausgangspunkt zurück zu kehren.

Auch einige Feldwege liegen auf der Strecke, am Sudenhof drehen die geländegängigen Vierräder mit freundlicher Erlaubnis des Besitzers, versteht sich, eine Runde um eine Wiese. Dort ist ebenfalls eine Pause eingeplant, die als Termin für die Fotos genutzt wird, die am Ende jedes Kind mit nach Hause nehmen darf. Aber eigentlich haben die Kids darauf wenig Lust: „Weiterfahren!“ ist der einhellige Kommentar zur Erholungsmöglichkeit. Und das sogar, obwohl die Vereinsmitglieder Getränke und ein paar Süßigkeiten bereitstellen.

Denn der Ausflug mit den Quads macht allen – Fahrern ebenso wie Beifahrern – viel Spaß: Unmittelbar ist das Erlebnis von Geschwindigkeit, allen pfeift der Fahrtwind spürbar um die Nase, jedes Schlagloch und jede Unebenheit ist direkt spürbar. Egal ob die zwei Sitze der Gefährte nebeneinander wie bei einem Buggy oder hintereinander wie bei einem Motorrad angeordnet sind, der Ausflug vermittelt viel von der Freiheit, die sonst Fahrten auf Motorrädern zugeschrieben wird.

Obwohl sich Vereinsmitglieder vor Beginn der Ausflüge nicht ganz einig waren, ob man denn tatsächlich über unbefestigte Wege fahren wolle. „Es geht auch über eine Wiese“, beschrieb Bernhard Hehmann die Route vor dem ersten Start, gefolgt vom trockenen Kommentar der Ehefrau: „Mir egal, du putzt hinterher.“

Den Unkostenbeitrag, den der Verein von den Ferienkindern erhebt, spendet er schon seit dem ersten Jahr für gemeinnützige Zwecke. In diesem Jahr geht der Erlös der zwei Quad-Tage, an dem rund 70 Kinder bis zum Ferienende teilgenommen haben werden, an die „Sternschnuppe-Kinderkrebshilfe“ in Lengerich .