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Rat für Kasselmann-Konzept Der Osthoff-Verkauf ist perfekt

Von Wolfgang Elbers

Vorstellung der künftigen Nutzungskonzeption: Unser Foto zeigt im Vordergrund (von links) Reemt Lükenga von der Firma „Team Datentechnik“, Bürgermeister Heinz Lunte, den Hagener Pferdesportunternehmer Ullrich Kasselmann und den Osnabrücker Architekten Christian Kolde sowie im Hintergrund unter anderen den CDU-Fraktionsvorsitzenden Martin Dälken (stehend, Dritter von rechts) und die SPD-Fraktionsvorsitzende Annette Jantos (rechts). Foto: MartensVorstellung der künftigen Nutzungskonzeption: Unser Foto zeigt im Vordergrund (von links) Reemt Lükenga von der Firma „Team Datentechnik“, Bürgermeister Heinz Lunte, den Hagener Pferdesportunternehmer Ullrich Kasselmann und den Osnabrücker Architekten Christian Kolde sowie im Hintergrund unter anderen den CDU-Fraktionsvorsitzenden Martin Dälken (stehend, Dritter von rechts) und die SPD-Fraktionsvorsitzende Annette Jantos (rechts). Foto: Martens

Georgsmarienhütte. Im Laufe des kommenden Jahres wird das mehr als 146 Hektar umfassende Gelände des Ritterguts Osthoff wieder mit Leben erfüllt. Der Rat der Stadt GMHütte entschied sich am Donnerstagabend mit großer Mehrheit für ein von einer Bietergemeinschaft aus Pferdesport-Unternehmer Ullrich Kasselmann und dem Architekten Christian Kolde getragenes Konzept, das den separaten Verkauf landwirtschaftlicher Flächen, die Naturschutzauflagen haben, sowie der Torhäuser ermöglicht. Der Verkaufserlös reicht aus, um den 2008 gezahlten Preis von 3,5 Millionen Euro zu refinanzieren.

„Hier sind nur strahlende Gesichter zu sehen. Manchmal muss eine Schleife eingelegt werden, um am Ende ein gutes Ergebnis zu erreichen“, erklärte GMHüttes Bürgermeister Heinz Lunte Freitag beim Pressegespräch im GMHütter Rathaus in Anspielung auf die 2009 gescheiterte Hotel-Lösung. Sein Dank galt allen Beteiligten, dass es gelungen sei, im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung die noch bestehenden Fragen hinsichtlich des Verkaufs der Osthoff-Flächen auszuräumen. Die Detailverträge mit den vier Käufern sollen nach Auskunft von Christian Meyer von der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG), die das Rittergut-Areal 2008 im Auftrag der Stadt erworben hat, jetzt innerhalb der nächsten zwei Monate geschlossen werden.

Drei Bieter hatten Angebote für die Osthoff-Flächen abgegeben, wobei vom Namen Kasselmann nach Angaben eines Ratsmitgliedes „die größte Strahlkraft“ ausging. Der Pferdezüchter und Turnierveranstalter aus Hagen will die erworbenen rund 45 Hektar Osthoff-Flächen nutzen, um dort die Fohlen, die nach rund sechs Monaten von den Stuten getrennt werden, ein bis zwei Jahre aufzuziehen und die Ausbildung der Vierbeiner zu beginnen. Bisher geschieht dieser Teil der Aufzucht in Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem soll therapeutisches Reiten ein Schwerpunkt auf dem Rittergut-Gelände werden, dessen großer Vorteil die Nähe zum Hagener Unternehmenssitz ist. Kasselmann betonte Freitag noch einmal: „Die Flächen bleiben für die Öffentlichkeit zugänglich.“

Der Osnabrücker Architekt Christian Kolde wird mit seinem Büro und 18 Mitarbeitern ins Herrenhaus umziehen, das er sanieren und umbauen will. Außerdem sind dort Räume für einen Landschafts- und Gartenarchitekten vorgesehen. In die beiden Torhäuser verlegt die GMHütter Firma „Team Datentechnik – IT-Systemlösungen“, die bisher auf den ehemaligen Klöckner-Flächen zu finden ist, ihren Sitz. 74 Hektar erwirbt ein Landwirt, und ein Bereich von 27 Hektar bleibt zur weiteren Vermarktung erst einmal weiter in NLG-Besitz.