Sport für Mensch und Hund Agility-Turnier von „Jump for fun Hagen“

Meine Nachrichten

Um das Thema Hagen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Hagen/Georgsmarienhütte. 280 Füße und 560 Pfoten – rechnet man die Anzahl der Starter beim Agility-Helferturnier des Hundesportvereins „Jump for fun Hagen“ um, kommt schnell eine erkleckliche Zahl zusammen. Doch auch ohne derartige Rechenspielereien ist die Anzahl der Starter eine nicht eben kleine Hausnummer. 140 Menschen und Hunde gingen nämlich beim Wettbewerb an den Start.

Agility ist ein Sport für Mensch und Hund: Während der Vierbeiner etwa durch Tunnel rennen, Hindernisse überspringen oder Slalomstangen und Wippen passieren muss, ist Herrchen oder Frauchen gefordert, dem besten Freund den richtigen Weg zu weisen: Bis zu 20 Geräte gilt es in der richtigen Reihenfolge, unter Zeitdruck und natürlich möglichst fehlerfrei zu bewältigen. Und eine falsche Bewegung des Halters kann schnell das Aus bedeuten: Beispielsweise, wenn sich der Mensch bückt, was üblicherweise bedeutet, dass der Vierbeiner durch einen Tunnel laufen soll, obwohl dieses Gerät noch gar nicht dran ist.

Jede Menge Bellen kündigte Besucher am Sonntagnachmittag auf dem Übungsplatz des Hagener Vereins an der Liedstraße im Grenzgebiet zu GMHütte-Holzhausen schon von Weitem an, dass dort zahlreiche Vierbeiner zu Gast waren. Und ein Blick auf die Kennzeichen der zahlreichen Autos und Wohnmobile verriet, dass Freunde des Sports durchaus mittlere Distanzen zurücklegen, um ihrer Leidenschaft zu frönen: Nummernschilder aus Ostwestfalen und dem Ruhrgebiet waren dort mindestens genau so oft zu finden, wie ortsansässige Kennzeichen. „Ich schätze, dass unser Einzugsradius sich auf etwa 200 Kilometer beläuft“, vermutete Kornelia Kagels, als Kassenwart des Vereins im Vorstand vertreten und Mit-Organisatorin des Turniers.

Im Gegensatz zum großen Teutoburger-Wald-Turnier, das der Verein in diesem Jahr am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni, zum zwölften Mal abhalten wird, ist bei dem kleineren Helferturnier jeder Teilnehmer auch ein Helfer. Während ein Richter des Deutschen Verbands der Gebrauchshunde mit Argusaugen über die Fehler der startenden Teams wacht, ist jeder Starter auch zugleich als Helfer rekrutiert, etwa um Punkte und Zeiten zu notieren.

Auch die Verpflegung während der beiden Wettkampftage liegt in den Händen der Besucher: „Die Kuchen und Salate sind Spenden von unseren Vereinsmitgliedern und von weiteren Wettbewerbern“, sagte Kornelia Kagels. Und ja, die Szene kennt sich, im oben erwähnten 200-Kilometer-Radius könne man problemlos jedes Wochenende an einem anderen Turnier teilnehmen, schildert Hundehalterin Kagels weiter.

Hunde, die zur Teilnahme mindestens 18 Monate alt sein müssen, die nicht trächtig sein dürfen und zudem die Begleithund-Prüfung abgelegt haben müssen, werden bei Agility in die Kategorien Mini, Midi und Maxi eingeteilt. Jede Kategorie hat zudem drei Klassen, in deren nächsthöhere erst kommt, wer eine bestimmte Anzahl fehlerfreier Wettbewerbe absolviert hat. Für alle Klassen und Kategorien bot Jump for fun während seines Helferturniers Wettbewerbe an.

Die Preiskämpfe begannen am Samstag und Sonntag jeweils um 9 Uhr und erstreckten sich bis in den Spätnachmittag. Den Siegern winkten Pokale mit Leckerlis für Mensch und Tier: Jede der Trophäen enthielt lange Schokopralinen und leckere Hundekuchen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN