Gemeinde gibt Montag die Hagener Einwendungen gegen den geplanten Tonabbau beim Landkreis ab Problempunkte Trinkwasser, Lärm oder Verkehr

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Ein großes Problem: Der Staub und Lärm der durch die Laster verursacht wird und für die Anwohner am Lotter Weg eine große Belastung darstellt. Foto: privatEin großes Problem: Der Staub und Lärm der durch die Laster verursacht wird und für die Anwohner am Lotter Weg eine große Belastung darstellt. Foto: privat

Hagen. Am Montag lauft die Frist für die Einwendungen gegen die von der Firma Ziegelei Hebrock in Natrup-Hagen beantragten Abbau von Tonstein im Bereich Zum Jägerberg/Am Lorenkamp ab. Die Gemeindeverwaltung wird die in der vergangenen Woche vom Planungs- und Umweltausschuss beschlossene Stellungnahme gemeinsam mit den als Anlage beigefügten Einwendungen betroffener Bürger beim Landkreis einreichen.

Die Gemeinde ist als Träger öffentlicher Belange am Verfahren beteiligt und aufgefordert worden, bis zum 27. April eine Stellungnahme abzugeben. In dem vom Ausschuss bei einer Enthaltung durch Grünen-Vertreter Georg Hehemann beschlossenen Text werden Einwendungen bezüglich Trinkwasserschutz, Lärm und Staub, hinsichtlich des Verkehrs, des Landschaftsbildes und des Oberflächenwassers erhoben. Bürgermeister Peter Gausmann machte noch einmal deutlich, dass der Landkreis Herr des Verfahrens sei: „Wir sind hier nur ein Träger öffentlicher Belange unter vielen.“

Er bedankte sich bei den in der Nähe des Abbaugebietes lebenden Bürgern der Gemeinde für die rege Beteiligung am Verfahren. Sechs Stellungnahmen Betroffener waren den Ausschussunterlagen beigefügt, darunter von mehr als 60 Anwohnern des Bereichs Lotter Weg unterschriebene „Einwendungen gegen den geplanten Tonabbau mit Wiederverfüllung“ in Natrup-Hagen.

Hinsichtlich des Trinkwasserschutzes macht die Gemeinde geltend, dass der Boden der Abbausohle als teils klüftig beschrieben werde und eine Verunreinigung des Grund-/Trinkwassers zu befürchten sei. Durch eine gutachterliche Aussage solle deshalb im Detail dargelegt werden, wie solche Verunreinigungen verhindert werden. Des Weiteren wird vorgeschlagen, auch im Interesse des Antragstellers mithilfe einer Beweissicherung den Zustand von Boden und Grundwasser vor, während und nach dem Abbau zu beobachten.

Beim Punkt Lärm und Staub wird angeführt, dass die Gutachten sich im Wesentlichen auf die Abbaustelle beschränkten. Hier seien aber auch die Zuwegungen zu betrachten und „die Belastungen aus der Wiederverfüllung der alten und neuen Abbaufläche sowie die Nutzung und Verfüllung des des Steinbruchs an der Westseite des Silberbergs einzubeziehen. Vorgeschlagen wird zum Beispiel der Einbau eier Reifenwaschanlage. Bezüglich des Lkw-Verkehrs werden Tempo-30-Begrenzung und „engmaschige Kontrollen“ für erforderlich gehalten.


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