Urnenbestattung ab Ende des Jahres Einstimmige Empfehlung für das Kolumbarium in Hagen

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Bislang liegen nur Planungsskizzen vor. Doch schon Ende des Jahres könnten die ersten Urnen auf dem Schultenhof bestattet werden. Skizze: Gemeinde HagenBislang liegen nur Planungsskizzen vor. Doch schon Ende des Jahres könnten die ersten Urnen auf dem Schultenhof bestattet werden. Skizze: Gemeinde Hagen

Hagen. Mit einem einstimmigen Votum für die Einrichtung eines Kolumbariums im Nordteil des Schulten Hofes endete die Sitzung des Friedhofsausschusses. Mit dieser besonderen Form der Urnenaufbewahrung reagiert die Gemeinde auf die wachsende Zahl von Feuerbestattungen.

Inzwischen machen Urnenbestattungen die Hälfte der etwa 70 Bestattungen jährlich aus. Bereits im vergangenen Jahr war die Einrichtung eines Kolumbariums Gegenstand eines Ortstermins und einer Sitzung des Friedhofsausschusses gewesen, ebenso haben sich die Fraktionen intern mit dem Thema auseinandergesetzt.

Politik und Verwaltung sind übereingekommen, die Realisierung anzustreben und diese besondere Form der Urnenbestattung im nördlichen Gebäudetrakt des Schulten Hofes einzurichten. Wie der Ausschussvorsitzende Michael Bensmann informierte, sind erste Sicherungsarbeiten in dem 260 Jahre alten Gebäude durchgeführt worden, die vor allem der Statik dienten. Vorbehaltlich der Genehmigung des Landkreises können die Umbauarbeiten noch vor den Sommerferien beginnen. Die Planung liegt in den Händen der beiden Architekten Detlef Igelbrink und Sandra Wallenhorst.

Im Hauptraum, der von der Friedhofsseite wie auch aus der Kapelle heraus betreten werden kann, werden Stellwände aus Beton an den Seiten und ein Kubus in der Mitte des etwa 50 Quadratmeter großen Raumes bis zu 250 Urnen in Einzel- oder Doppelfächern aufnehmen können. Jedes dieser Fächer wird mit einer Metallplatte verschlossen, in deren Oberfläche der Name des Verstorbenen und ein gestalterisches Element aufgenommen werden können. Für das gesamte Projekt sind in den diesjährigen Haushalt 110000 Euro eingestellt worden, mit der ersten Belegung wird gegen Jahresende gerechnet.

Die für das Vorhaben unumgängliche Satzungsänderung wurde ebenso wie die Abstimmung über die Einrichtung des Kolumbariums von den Mitgliedern einstimmig beschlossen. Hauptpunkte sind das Nutzungsrecht von 30 Jahren, das verlängerbar sein wird, und das Verbot der Niederlegung von Blumen- oder Grabschmuck vor den Urnenfächern. Das Anzünden von Kerzen ist nur vor dem Gemeinschaftsgrabmal gestattet. Der Erste Gemeinderat Markus Hestermeyer macht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass „das Kolumbarium für Verstorbene aus der Obermark und der Niedermark eingerichtet wird“.

Die Hospizgruppe und die katholische Kirchengemeinde laden zu einer Podiumsdiskussion zu diesem Thema am Montag, 19 Uhr, ins Pfarrheim ein.


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